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Projekte: Vom Agit-Hörspiel über den durchgeknallten und unverstandenen Liedermacher bis zum `Projekt zur Huldigung des Phänomens Stille´
zu `Wahlabsage´
zum DUDELSTOPP-Projekt
zu `Kriminalität21´ (ab April `08) Drama: Wenn treue Bewunderer auf einmal zur tödlichen Gefahr werden: In einem Berliner Nachtclub gab es kürzlich ein böses Erwachen
Satire: Was als harmloses Radio-Feature über die `Hamburger Schule´ gedacht war, endete äußerst unschön.
zu 'Dudelstopp´
der Mann hinter moderne21
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zu 'Dudelstopp´




MIT UNPOPULÄREN THEMEN DEN ZEITGEIST ATTACKIEREN
Mit `Dudelstopp´, `Wahlabsage´ und `Kriminalität21´ regt die Politik- und Kunstplattform ab 2008 in verschiedenen Bereichen wichtige zivilgesellschaftliche Diskussionen an. Die Unterstützung der etablierten Massenmedien war hierbei bisher bescheiden - man kann es ihnen zum Teil nicht verdenken: Werden durch die drei Projekte doch nicht selten Besitzstände in Frage gestellt, deren sich Politstrategen, Werbekunden oder auch einfach nur Misanthropen in der Vergangenheit all zu sicher glaubten und diese daher verbissen verteidigen.

Dudelstopp - Musik ohne Zwang
Als soziale Bewegung, die sich mit satirischen Mitteln Gehör verschafft, engagiert sich das Projekt `DUDELSTOPP– Musik ohne Zwang´ gegen unfreiwilligen Musikkonsum im öffentlichen Raum.
Trotz der Brisanz des Themas werden bei der kürzlich gestarteten Aktionsreihe von moderne21 polemische Slogans wie `Unter einem Kopfhörer steckt selten ein wacher Geist aber häufig ein müder Autist´ vermieden.

Beschallerverband attackiert Dudelstopp
Da die Dudelstopp-Initiative liebgewonnene Besitzstände großer Medienkonzerne in Frage stellt, wundert es nicht, dass sich in der Lobbyrepublik Deutschland kurz nach Aktionsauftakt der Verband der Beschallungsindustrie (VDBSI) zu Wort meldet. Deren Sprecherin Dr. Sonja Peters versucht der Öffentlichkeit zu erklären, wie froh diese doch über die vielen vermeintlich kostenlosen Produkte der Musikbranche sein kann.

Mehr Toleranz für Schwerverbrecher
Immer mehr Bürger wissen das seit langem bewährte täterorientierte Rechtssystem der Bundesrepublik nicht recht zu schätzen.
Beunruhigende Gewaltverbrechen, bei denen immer wieder Menschen schweren Schaden nehmen, lassen die Öffentlichkeit mit wachsendem Unmut auf den häufig paradoxen Umgang mit gefährlichen Straftätern reagieren. Dabei ist Gesellschaft ohne Kriminalität nicht denkbar und für viele Nutznießer auch nicht wünschenswert.


Modernisierer durch Wahlabsage stärken
Gewohnheitswähler schädigen aus vordergründig ehrenhaften Motiven die Demokratie. Dagegen leisten bewusste Nichtwähler einen völlig verkannten Beitrag zur Modernisierung. Ihnen möchte moderne21 mehr moralische sowie satirische Unterstützung zuteil werden lassen, denn immer wieder wird ihr Fernbleiben von den Alibiveranstaltungen als `verantwortungslos´, `unreif´ oder gar `asozial´ diffamiert. Das Gegenteil ist jedoch häufig der Fall.



`violare humanum est´

Aktion `Kriminalität21´ fordert zur Versöhnung von Schwerverbrechen und Gesellschaft auf

Viele Bürger wissen das bewährte täterorientierte Rechtssystem der Bundesrepublik nicht zu schätzen. Beunruhigende Gewaltverbrechen, bei denen immer wieder Menschen schweren Schaden nehmen, lassen die Öffentlichkeit mit wachsendem Unmut auf den häufig paradoxen Umgang mit gefährlichen Straftätern reagieren. Dabei ist Gesellschaft ohne Kriminalität nicht denkbar und für viele Nutznießer auch nicht wünschenswert.

In Berlin wurde daher eine Initiative ins Leben gerufen, die Experten aus Politik, Rechtsprechung, Sozialarbeit und Medien Mut machen will, mit der lange aufrecht erhaltenen Legende eines möglichen Abbaus von Kriminalität aufzuräumen. Nur durch Aufrichtigkeit kann ein zutiefst menschliches Phänomen allmählich seinen Schrecken für die Normalbürger verlieren. Die Experten haben längst ihren Frieden mit Gewaltverbrechen geschlossen und sich gut mit ihnen eingerichtet – nun sind der Mann und die Frau auf der Straße an der Reihe.
In modernen Gesellschaften sind offenkundig viele Berufsgruppen von einem hohen Kriminalitätsniveau abhängig. Sollten beispielsweise Gewaltverbrechen von heute auf morgen verschwinden, hätten Juristen, Sozialarbeiter und Politiker -um nur einige zu nennen- ein beunruhigendes Legitimationsproblem. Unter `Kriminalität21´ wird ihnen nun ein Forum geboten, ehrlich über ihr Verhältnis zu schweren Verbrechen Auskunft zu erteilen. Und das ohne die üblichen Beschwichtigungen, vagen Absichtser-klärungen und unglaubwürdigen Entschuldigungen bezüglich in Kauf genommener gefährlicher Gewaltdelikte. Klartext ist angesagt.

An der negativen Kriminalitätsentwicklung wird sich aller Voraussicht nach nichts ändern. Von Politik, Justiz und Sozialapparat kann realistischerweise nicht verlangt werden, sich selber die Grundlage zu entziehen. Daher sollten sich die Bürgerinnen und Bürger mit alltäglich gewordenen Gewaltdelikten, mögen sie im einzelnen auch noch so widerwärtig und primitiv erscheinen, abfinden. Sie müssen sich mit ihnen arrangieren lernen, denn allzu viele Menschen haben ein Interesse an ihrem Fortbestehen.
Die Berliner Politik- und Kunstplattform moderne21 leistet hierzu einen Beitrag, indem sie auf satirische Weise mit Vorurteilen zum Thema `Kriminalität und Gesellschaft´ aufräumt.



Kontaktaufnahme mit moderne21
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Initiative `Wahlabsage´ warnt Hamburger Spitzenkandidaten:

Das Nichtwählerphänomen nicht nach Frankfurter Vorbild verharmlosen

Die Nichtwähler-Bewegung "Wahlabsage" befürchtet, dass führende Politiker auch in der Hansestadt Hamburg der Versuchung erliegen werden, den zu erwartenden hohen Anteil nicht abgegebener Stimmen bei den anstehenden Bürgerschaftswahlen als heimliche Zustimmung zur jeweils eigenen Politik umzumünzen. Besonders augenfällig wurde dieser gefährliche neue Trend zuletzt bei der Wahl zum Oberbürgermeisteramt der Stadt Frankfurt am Main. Hier wurde Petra Roth (CDU) bei einer Wahlbeteiligung von lediglich rund 34 Prozent vor einem Jahr als Stadtoberhaupt wiedergewählt. Damals bagatellisierte Roth laut Frankfurter Rundschau das Wegbleiben der Mehrheit der Bürger von den Wahlurnen als `großstadttypisch´.

Die bundesweite Nichtwähler-Initiative hofft, dass Ole von Beust aber auch Michael Naumann nach der Wahl an der Elbe die Größe besitzen werden einzuräumen, dass die Akzeptanz des Parlamentarismus in der Bundesrepublik gefährdet ist und das demokratische System in Deutschland modernisiert werden muss, um sich künftig der Zustimmung der Bevölkerungsmehrheit sicher sein zu können. Auf einer Berliner Podiumsdiskussion anlässlich der Landtagswahlen in Hessen und Niedersachsen widersprach der Demokratietheoretiker Florian Felix Weyh (`Die letzte Wahl´) zwar der Wertung des Phänomens umgemünzter Nichtwählerstimmen als `dreist´. Er bestätigte aber dennoch die Tatsache, dass Nichtwählen in der Fachliteratur traditionell eher mit einem `Anti-Motiv´ bezüglich politischer Strukturen erklärt wird.

Der Soziologe und "Wahlabsage"-Initiator Hartmut Lühr warnt indes die politischen Parteien in der Bundesrepublik davon auszugehen, den Frust vieler Nichtwähler noch lange mit hoch bezahlten Public-Relations-Maßnahmen für das eigene Image übertünchen zu können: "Die Diskussion über den Sinn oder Unsinn von Wahlboykott schlägt im Internet heute bereits erheblich höhere Wellen als die Programme der Parteien. Auch wenn Herr von Beust und Herr Naumann vielleicht persönlich wenig vorm PC surfen - mit den Ergebnissen der Meinungsbildung im Internet gerade bei jungen Leuten werden die Parteipolitiker schon bald konfrontiert werden. Es steht zu befürchten, dass ihnen diese nicht besonders gefallen werden und dass dann auch keine rhetorischen Tricks wie in Frankfurt mehr nützen. Daher müssen verantwortliche Staatsmänner endlich Schritte hin zu einer Modernisierung des parlamentarischen Systems und weg von der Allmacht der großen Parteien und der Lobbys machen.
Mehr Elemente direkter Demokratie wären hierbei ein Anfang."



Debora Weigert, Christian Senger, Jenny Bins, Laurent Daniels
Zitat taz-Berlin


SELBSTGERECHTER LIEDERMACHER ALS moderne21-VORREITER
Zwischen 2005 und 2007 verabschiedete moderne21-Macher Hartmut Lühr sich von seinen Vorbehalten Liveauftritten gegenüber und `tingelte´ mit seinen Leo-Greller-Hörstücken `Abgesang auf Leo G.´ und `Groupiedämmerung´ als Kleinkünstler durch Theater, Galerien und Kulturzentren der Hauptstadt - den Sympathiebonus, der Hörspielschaffenden zugestanden wird, ausnutzend. Hierbei gewann seine Kunstfigur eines erfolglosen Liedermachers immer mehr an Kontur und an Zuspruch aus dem Publikum.

Hedonisten-Bashing im Hickhack-Club
Hedonisten-Bashing im Hickhack-Club
Sollten Großstadt-Hedonisten die Erziehungszeiten für ihre Hunde künftig für die Rente geltend machen dürfen ? Gelingt der Neuköllner Frührentnerin Edith Schröder der Aufstieg zur neuen `Mutter der Nation´ des Seniorenfernsehens ?
Dem geläuterten Liedermacher und Provokateur Leo Greller wird in dem Stück 'Groupiedämmerung´ übel mitgespielt, denn Berliner Großstadt-Hedonisten, liest man nicht ungestraft die Leviten ...

Graue Mäuse und halbe Portionen ?
Graue Mäuse und halbe Portionen ?
Moment mal: Soll mit dieser Überschrift vieleicht angedeutet werden, das Nachtleben unserer großen Metropolen sei gar nicht so aufregend und der vielen Opfer wert, wie wir zusammen mit den Massenmedien seit Jahrzehnten propagieren ? Eher was für exhibitionistische und nicht selten in die Jahre gekommene peinliche Spießer ?
Kann doch gar nicht sein. Das hätte uns doch beizeiten schon einmal irgend jemand mitgeteilt. Aber anscheinend musste dafür erst moderne21 auf der Bildfläche erscheinen und Illusionen zerstören.

Abgesang auf die `Hamburger Schule´
Abgesang auf die `Hamburger Schule´
Als wenn er nicht schon genug Ärger an der Backe hätte ! Für den mäßig erfolgreichen Liedermacher Leo Greller kommt's in letzter Zeit besonders dicke: Eine wegen Leos exzentrischen Verhaltens angefressene Redakteurin vom Rundfunk lässt ihn in einem Feature über die legendäre 'Hamburger Schule' deutschsprachiger Popmusik ziemlich alt aussehen. Doch damit nicht genug: In dieser Radiosendung erteilen seine Freunde und Bekannten naiv bis schadenfroh Auskunft über die künstlerischen und sonstigen Eskapaden des Sängers.

Blaubarsch mit Senfsauce als Podcast
Blaubarsch mit Senfsauce als Podcast
Wie das damals so enorm daneben ging mit diesem Radiofeature von der ollen Redakteurin über die `Hamburger Schule´. Diese ehrgeizigen Karrierefrauen vom öffentlich- rechtlichen Rundfunk sind machmal eben ganz schön durch den Wind. Da fällt ihnen jenseits der vierzig ein, dass ihnen für ein Leben ohne Einsamkeit so langsam die Optionen ausgehen und sie registrieren, dass junge Männer nur deshalb freundlich zu ihnen sind, weil sie gesendet werden wollen. Wie gemein !

Illustration: Susanne Portius
Leo Greller ist eine moralisierende Nervensäge im Hamburger Kulturzirkus rund um den NDR. (Ludwig Kamberlein)


Das Selbstverständnis von moderne21

Die Bundesrepublik ist nach wie vor ein modernes Land mit hoher Arbeitsteilung und einem dichten sozialen Netz. Dennoch steuert sie auf eine schwere Krise zu, da all die genannten Vorzüge ab der zweiten und der dritten Generation ihrer Nutznießer unweigerlich – denn dies ist ebenso im westlichen Ausland zu beobachten – dazu führen, dass immer mehr hochindividualisierte Bürgerinnen und Bürger sich gegen Kinder entscheiden und damit dem Fortbestand ihrer freien und offenen Gesellschaft die Basis entziehen. Das alternde Land wird trotz aller gegenteiligen Beschwörungen mittelfristiger träger und verwundbarer gegenüber den Feinden der Aufklärung. Angst macht sich breit – wir erkennen sie bereits heute im vorauseilenden Gehorsam von Massenmedien und Politik gegenüber vormodernen Akteuren, die die Freiheiten selbstbestimmt lebender Menschen abschaffen wollen.

Als besonders lähmend für das geistige Klima erweisen sich die bis weit in das Handeln der gewählten Volksvertreter sowie ins Privatleben der Bürger hineinreichenden Aktivitäten des wachsenden sozialbürokratischen Komplexes, dessen Beschäftigte ein großes Interesse an der Unzufriedenheit und Unsicherheit der Bevölkerung haben. Um ein hohes Problembewusstsein in Deutschland aufrecht zu erhalten und damit die eigene Existenz zu sichern, wird tagtäglich vor allem über die Massenmedien die niemals zu beseitigende Tatsache neu skandalisiert, dass Menschen sich nun einmal voneinander unterscheiden, selbst wenn ihnen durch den Staat weitestgehend gleiche Chancen zur Entwicklung ihrer Fähigkeiten, insbesondere durch das Bildungssystem, zur Verfügung gestellt werden.
Die moderne Sozialindustrie leugnet beharrlich die Realitäten naturgegebener und mehrheitlich sinnvoller mentaler, kultureller und sozialer Unterschiede zwischen den Bürgern, die sie zunehmend bevormundet und dabei auch vor Einschränkungen der Meinungsfreiheit nicht zurückschreckt. Der hieraus resultierende Mentalitätswandel sowie die fortgesetzten Abhängigkeiten von staatlichen Institutionen lähmen das Land und stabilisieren das Verharren in Mutlosigkeit und Angst vor Veränderung. Letztere war jedoch immer schon unverzichtbarer Motor der Moderne. Verursacht durch die dramatische demografische Entwicklung stehen große Umbrüche bevor, was bereits heute viele Menschen instinktiv stark verunsichert. Es wird unweigerlich zu schweren Verwerfungen gesellschaftlicher Gruppen kommen, bei denen Kinder eine traurige Schlüsselrolle spielen. Politisch korrekte Lebenslügen, Lobbyinteressen und ideologische Denkverbote verhindern die notwendige Entwicklung einer zukunftstauglichen gesellschaftspolitischen Strategie zur Bewahrung hart erkämpfter Freiheiten.

Projekte und Zusammenschlüsse wie moderne21 wollen mit Hilfe künstlerischer Mittel und Aktionen auf die bevorstehenden Veränderungen vorbereiten, sensibilisieren, einstimmen und rechtzeitig Möglichkeiten zur Deeskalation aufzeigen. Hierbei bringen sich Bürger in einem lockeren Zusammenschluss mit Kreativität, Zeit und Geld für gemeinschaftliche Zwecke ein. Sie wollen die gesellschaftlichen Veränderungen nicht Politik, Wirtschaft, Medien und Verwaltung überlassen sondern selber aktiv mitgestalten. Es entstehen neue Ideen, die ausstrahlen, eigene Bewegungen begründen und somit das Land ein wenig verändern helfen. moderne21 versteht sich als Bestandteil der Zivilgesellschaft und ist vielen Auswüchsen des ungebremsten Kapitalismus gegenüber ebenso kritisch eingestellt wie den Fehlentwicklungen der Wohlfahrtsindustrie. Auch verschließt sie sich nicht dem Dialog mit offiziellen Entscheidungsträgern, sondern fordert sie selber zur Auseinandersetzung mit Misständen auf.



abgebildete Personen auf dieser Seite (von links oben nach rechts unten):
großes Foto: siehe Beschriftung ebd.,
CARL VON HOLLEN / ANITA PUPPE / LARS MÖHRING / EVA MATH,
JOSEF GEREGA / MALAH HELMAN / MARCO AMMER / ALICE GRINDA,
JUDITH BAREIß / INGMAR SKRINJAR / NADIA PANKNIN ,
CEM ATALAY / KATHARINA GEBHARDT / CHRISTIAN MARX,
KATHARINA GEBHARDT, CARL VON HOLLEN, NADIA PANKNIN, ALICE GRINDA,
LAURENT DANIELS, JENNY BINS, CHRISTIAN SENGER, DEBORA WEIGERT,
ADES ZABEL (Foto: Jörn Hartmann; Montage: H. Lühr), THOMAS WLASCHIHA,
LAURENT DANIELS, HARTMUT LÜHR.