Politik- und Satireplattform `moderne21´ Kreative Mitte - Kunst, Ideen, MedienVon der Zwangsräumung bedrohtes `Kunsthaus Tacheles´



BERLINER `KUNSTHAUS TACHELES´

Klaus Wowereit als Segen für Diktator Lukaschenko

Weißrussisches Regime dürfte über passiven Berliner Kultursenator höchst erfreut sein

Alexander Rodin am 15.12.2011 im `Kunsthaus Tacheles´ Das Berliner `Tacheles´ teilte mit, dass die HSH Nordbank am 07. Dezember im Rahmen ihrer Zwangsverwaltung des weltbekannten Kunsthauses ohne Urteile und Gerichtsvollzieher den weißrussischen Exil-Künstler Alexander Rodin mit Hilfe mehrerer Dutzend Angestellter einer Sicherheitsfirma räumen und dessen Kunstwerke in verbotener Eigenmacht beschlagnahmen ließ. Als Folge geht die im denkmalgeschützten Tacheles wahlbeheimatete staatsnahe Politik- und Kunstplattform moderne21 auf Distanz zum Berliner Bürgemeister Wowereit, der zugleich Kultursenator der Stadt ist.

Alexander Rodin (64) ist als dienstältester Maler eine Art Vaterfigur der Kreativen im seit drei Jahren durch Zwangsräumung bedrohten Tacheles. Der Diebstahl seiner dort ausgestellten Bilder hat den Mitorganisator des vom Kunsthaus jährlich ausgerichteten einzigartigen deutsch-weißrussischen Kulturaustausches schwer getroffen. Beobachter gehen davon aus, dass mit der Attacke auf Rodin die verbleibenden Künstler im Haus in ihrer Zivilcourage gegen die marodierende Finanzindustrie demoralisiert werden sollten. Angesichts dieser schwerwiegenden Vorfälle verharrt Berlins Kultursenator und erster Bürgermeister Klaus Wowereit in nahezu unverständlicher Passivität: Auch eine Woche nach dem brutalen Bilderklau durch Akteure, die mit der norddeutschen HSH-Bank in Verbindung stehen, geht von der Berliner Kulturverwaltung keinerlei Initiative zur Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit für eine der weltweit bekanntesten Institutionen der Hauptstadt aus.

Dass man mit der Duldung der Attacken auf den Exil-Künstler und überzeugten `Tachelesen´ Rodin der autoritären Führung in Minsk hilft und damit zugleich die weißrussische U.Reifenstein-Herbig neben einem der inzw. `beschlagnahmten´ Werke Alexander Rodins im `Kunsthaus Tacheles´Opposition schwächt, liegt auf der Hand. Obwohl erwiesenermaßen sehr staatsnah orientiert, geht nun auch den Aktivisten von moderne21 die Geduld aus. Ursula Reifenstein-Herbig von der m21-Initiative `Wir-sind-wichtig´: "Einerseits haben wir alle Verständnis für die Faszination, die postsowjetische und postmaoistische Despoten auf sozialdemokratisches Führungspersonal wie Helmut Schmidt und Gerhard Schröder ausüben. Andererseits können wir Klaus Wowereit nur empfehlen, sich seine direkten und indirekten Gefährten auf seinem Weg ins Kanzleramt genau anzuschauen, damit sie ihm eines Tages nicht zum Verhängnis werden." Es ist noch nicht zu spät für einen zukunfts- und freiheitsorientierten Kultursenator, dem Tacheles und dem, wofür seine Künstler stehen, jetzt zu helfen.



'Dudelstopp' ist eine Initiative der Politik- und Kunstplattform 'moderne21'




Bündnis KREATIVE MITTE - Save the Tacheles
Impressum, Kunsthaus Tacheles




Fotostrecke
'Save the Tacheles 2010'
PERFORMANCE

Fotostrecke
'Save the Tacheles 2011'
PERFORMANCE II




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