moderne21 - Politik, Satire, Zivilgesellschaft

moderne21: Eine offene und verantwortungsvolle Plattform gegen die wachsende Staatsphobie

Katharina Gebhardt, Marco Ammer, Anita Puppe, Anthony Krauskopf, Björn Roth, Alice Grinda, Carl von Hollen, Ingrid Gokeler (diverse moderne21-Initiativen)

Allgegenwärtige Musik erhöht die Lebensqualität
Das berichtet uns die Marktforschung immer wieder - also muss es ja stimmen. Die Initiative DUDELSTOPP macht sich jedoch ihre eigenen Gedanken.

Vertrauen in die politische Klasse Deutschlands
Jede Gesellschaft hat die Politiker, die sie verdient. Wir akzeptieren das und stellen uns mit einer klaren WAHLABSAGE hinter unsere Volksvertreter.

Beim Staat ist das Gewaltmonopol gut aufgehoben
Die menschliche Natur ist tendenziell etwas brutal. Daher will die Initiative GEWALT-GEHT-IMMER Klartext reden und mit rosaroten Illusionen aufräumen.

Die Vorteile des modernen Lebens überwiegen klar
Die Initiative WIR-SIND-WICHTIG soll ausgebrannte und entwurzelte Werktätige moralisch dabei unterstützen, weiterhin Opfer für die Wirtschaft zu bringen.



Eva Math (für die Initiative 'Gewalt geht immer')
VIOLARE HUMANUM EST

Initiative 'Gewalt geht immer'

Der staatliche Umgang mit Gewaltkriminalität ist vorbildlich und wird von den Bürgern mit großem Vertrauen belohnt. Gewalt ist ein natürlicher Teil der sozialen Ordnung – ohne sie käme es zu Anarchie. Verantwortungsbewusste Frauen und Männer sollten sich bemühen, aggressive Menschen nicht durch übertrieben selbstbewusstes Verhalten zu provozieren.

# Der Souverän vor der Mattscheibe mag `korrekte´ Gewalt: Hauptsache, dem Publikum gefällt´s

# Kritischer Kriminologe Dr. Eberhard Klaschka: Qualitätspolitik garantiert mehr Sicherheit




Anthony Krauskopf (für die Initiative 'Wir sind wichtig')
DER WIRTSCHAFT ZULIEBE

Initiative 'Wir-sind-wichtig'

Immer mehr Menschen treten wegen ihrer Unentbehrlichkeit in Beruf und neuen Medien in ihrem Sozialleben kürzer. Sie bringen auf Kosten von Familienleben und emotionaler Stabilität Opfer für das Funktionieren der Wirtschaft und damit das Gemeinwohl. Die Initiative 'Wir-sind-wichtig' und die Politik zollen ihnen daher größten Respekt.

# Auch, wenn sie häufig als `Weicheier´ verunglimpft werden: Neue Männer braucht das Land

# Warnung vor Karriereschäden durch Kinder: Unsere Initiative sieht sich von der EU unterstützt




Alice Grinda (für die Initiative 'Wahlabsage')
MEHR DEMOKRATIE, WENIGER POLITIK

Initiative 'Wahlabsage'

Bereits seit Jahren machen immer weniger Bürger von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch. Das ist etwas undankbar. Als Argument wird häufig angeführt, zu viele Politiker würden mit ihrem Tun und selbst mit ihrem Nichtstun Menschen schaden, ihnen die Unwahrheit sagen oder sie sogar finanziell übervorteilen. Trifft das zu oder ist es nur üble Nachrede ?

# Klaus Wowereit duldete Räumung des Tacheles: Empfindlicher Verlust für Berliner Freigeister

# Unerwartete Schützenhilfe aus dem Süden d. Republik: Lob aus Baden für Initiative 'Wahlabsage'




Björn Roth (für die Initiative 'Dudelstopp')
MUSIK OHNE ZWANG

Initiative 'Dudelstopp'

Eine Handvoll Initiativen fordert neuerdings die Reduzierung von Gratis-Musik im öffentlichen Raum. Man kann nur hoffen, dass die Akteure die Folgen ihres Tuns gut abwägen. Die Initiative `Dudelstopp - Musik ohne Zwang´ setzt sich seit 8 Jahren mit der konfliktträchtigen Materie auseinander und ist mal Freund, mal Feind der Beschallungs-Industrie.

# Initiative `Dudelstopp´ dementiert entschieden Einflussnahme auf Gema: Wir sind unschuldig !

# Stiftung für unfreiwillige Musikhörer ?: Schwierige Verhandlungen mit der Musikindustrie


moderne21
Impressum, Basis, Sitemap, rss




Video: Die Tacheles-Satiren (m21-Werkschau)
Video: Die Tacheles-Satiren (m21-Werkschau)
TACH.-SATIREN

Diskussion
Diskussion zum Thema 'Political Correctness in der Kunst'
KREATIVE MITTE




Informationen als pdf-Datei [ es gilt das Impressum auf http://www.moderne21.de/impressu.htm ]
Extra: 'Handzahme Systemkritik'
Resonanz: Pressespiegel 'm21'
Basis: 'm21-Selbstverständnis'
Initiator: Hartmut Lühr




Diskussion
Diskussion zum Thema 'Berliner Mehrwert' (Zusammenfassung)
BERL. MEHRWERT

Diskussion
Diskussion zum Thema 'politische Aktionskunst'
AKTIONSKUNST




Fotostrecken
Wir-sind-wichtig, Dudelstopp, Leo
G. , Kreative-Mitte, Sammelsurium,
Wahlabsage, Gewalt-geht-immer.




Extra
Die erste moderne21-Präsenz von ca. 2008
ARCHIV 2008

Extra
Eine Auswahl von Mitwirkenden an allen Initiativen und Projekten der letzten acht Jahre (namentliche Nennung auf der Seite der jeweiligen Initiative bzw. des jeweiligen Projekts)
MITWIRKENDE




Zum HÖRSPIELer-Portal





Zitate aus den moderne21-Initiativen

"Unser Sozialsystem hinkt im Vergleich mit Wolkenkuckucksheim seit Jahrzehnten hinterher." (Initiative GEWALT-GEHT-IMMER)

"Eine Partei gegen Arschlöcher hätte beim Wahlvolk doch gar keine Chance." (Initiative WAHLABSAGE)

"Manchen Menschen scheinen ihre Lebenslügen wirklich verdammt viel fremdes Geld wert zu sein." (Initiative DUDELSTOPP)

"Wenn man nicht berühmt ist, lebt man trotzdem. Die Körperfunktionen setzen nicht aus." (Initiative WIR-SIND-WICHTIG)





Diskutant Daniel Fallenstein
DIE HAUPTSTADT GEHT VOR

Bündnis `Berliner Mehrwert´

Berlinerinnen und Berliner sind als Hauptprofiteure des Länderfinanzausgleichs de facto `mehr wert´ als Bewohner anderer Bundesländer. Aus der von den Hauptstädtern geleisteten gesellschaftspolitischen Pionierarbeit werden früher oder später jedoch alle Bundesbürger großen Nutzen ziehen, somit ist die vermeintliche Bevorzugung Berlins gerechtfertigt.

# Mit besten Empfehlungen der sexy Armen: Berliner Bündnis als Vorbild für Nordrhein Westfalen

# Der Süden der Republik sollte es endlich begreifen: Moderne Berlinerinnen sind keine Tussis




Tacheles-Aktivistin in Berlin
MENETEKEL FÜR DIE REPUBLIK

Der `Tacheles-Skandal´

Das weltbekannte Kunsthaus Tacheles wehrte sich jahrelang gegen die Machenschaften einer enthemmten Finanzindustrie. Berliner Politiker - wie etwa Kultursenator Klaus Wowereit - konnten oder wollten den Künstlern nicht helfen. Jetzt wurde eines der wenigen noch verbliebenen Alleinstellungsmerkmale Berlins zerstört. moderne21 verlor ihre Wahlheimat.

# Eine Kultur-Institution ist Vergangenheit: Berliner Kultursenat setzt sich gegen `Tacheles´ durch

# Theoretische Betrachtungen und Nachrichten aus der `Kreativen Mitte´: Reiters Kritikdesign




Unterstützer des 'Kunsthauses Tacheles' in Berlin-Mitte
POLITISCH KORREKT

Bündnis 'Kreative Mitte'

Seit langem schon geben Politik und Verwaltung vor, was gut und was richtig ist. Aber neuerdings will eine wachsende Zahl von Menschen nicht mehr auf sie hören und diese Entscheidungen für sich selber treffen. Die Mandatsträger sind verunsichert. Sollte vielleicht die Kunst für die Mächtigen in die Bresche springen und mehr politische Korrektheit fördern ?

# Mauern in den Köpfen einreissen, Gräben zuschütten, Brücken bauen: Die kreative Mitte Berlins

# Gegen totalitäre Denkverbote und ideologische Scheuklappen: Die 'Political Correctness' der Mitte




Jessica Holpert-Mang war für die Initiative `Wir-sind-wichtig´ bei `moderne21´
STAATSNÄHE

Satire-Stiftung `moderne21´

Was geht hinter den Mauern exklusiver Stiftungsrepräsen-tanzen vor sich ? Wir zeigen an dieser Stelle nicht auf andere, sondern gewähren Einblick in den Alltag unserer eigenen, erklärtermaßen staatsnahen Satire-Stiftung `moderne21´ mit Sitz im schönen Hamburg. Dort wurden kürzlich vier Initiativen vorstellig, die miteinander um Fördergelder konkurrierten.

# Das Freigeisterhaus bietet wieder einmal ein Dach über´m Kopf: Kommentare & Umfrage

# Tucholsky hätte es vermutlich goutiert: Die offene Diskussion ist in Berlin nach wie vor möglich


unverbindliche Empfehlungen (externe Links)
Tierischer Toleranz-Blog: Grillratte




Diskussion
Diskussion zum Thema 'Nichtwähler'
NICHTWÄHLER

Video
Impressionen von der letzten Tacheles-Demo (01.09.2012)
LETZTE T.-DEMO




meistgelesene Artikel der moderne21-Initiativen
Wahlabsage: Verantwortung
Dudelstopp: Phil Collins Rückzug
Wir-sind-wichtig: Karriereschäden
Gewalt-geht-immer: Alleingelassen




Fotostrecke
Alexander Rodin kurz vor der Räumung des `Kunsthauses Tacheles´
RÄUMUNG

Fotostrecke
Die Tacheles-Künstler wehrten sich erfolgreich gegen die Räumung durch eine norddeutsche Bank
T. vs. SECURITY




meistgeklickte Videos von m21-Initiativen (die Initiativen verweisen auf ihren Seiten u.U. inzwischen auf aktuellere Versionen der Videos)
Gewalt in der S-Bahn: 61 Tsd.
Musik ohne Zwang: 28 Tsd.
Mehr Politik, weniger ... : 26 Tsd.






ZIVILGESELLSCHAFTLICHE INITIATIVEN UND POLITISCHE SATIRE BEI moderne21:

DIE DARSTELLER:
ANGELA JEHRING, BENJAMIN KRAUSE, INGRID GOKELER, DIRK EYKENBOOM, NADJA GROTEFENDT, ANTHONY KRAUSKOPF, VERA GÖPFERT,
CHRISTOPH DROBIG, CARO KUNDE, BJÖRN ROTH, JUDITH BAREIß, CEM ATALAY, KATHARINA GEBHARDT, INGMAR SKRINJAR, NADIA PANKNIN,,
PEER GAHMERT, ANITA PUPPE, LARS MÖHRING, EVA MATH, CARL VON HOLLEN, DÉSIRÉE ANGERSBACH, ASAD SCHWARZ-MSESILAMBA,
BENJAMIN HIRT, LORENA MANZ, JOSEF GEREGA, MALAH HELMAN, ALICE GRINDA, MARCO AMMER.






Initiative WIR-SIND-WICHTIG

Die Wirtschaft dankt - das alleine zählt

Immer mehr Menschen treten wegen ihrer Unentbehrlichkeit in Beruf und neuen Medien in ihrem Sozialleben kürzer. Sie bringen große Opfer für das Funktionieren der Wirtschaft und damit das Gemeinwohl. Der daraus häufig resultierende Verzicht auf Familienleben und Geselligkeit ist kein Pappenstiel. Das Projekt 'Wir-sind-wichtig' zollt den modernen Bürgern zusammen mit der Politik daher größten Respekt.

Projekt 'Wir-sind-wichtig' Die berufliche Karriere ist der Dreh- und Angelpunkt der modernen Welt. Erfolgreiche Menschen richten ihr Leben heutzutage nach den Anforderungen der Wirtschaft aus und zahlen dafür oft den Preis mangelnder oder sogar gänzlich fehlender sozialer Bindungen. Nur wenigen beneidenswerten Frauen und Männern gelingt es, ihre jeweiligen Karrierepläne unter einen Hut zu bekommen und ein gemeinsames Leben in gegenseitiger Verantwortung aufzubauen. Das ist gewiss bedauerlich - es sollte die weniger glücklichen Bürgerinnen und Bürger dennoch nicht davon abhalten, ihren Teil für das Funktionieren einer modernen und konkurrenzfähigen Wirtschaft in Deutschland beizutragen. Die Politik und das Projekt 'Wir-sind-wichtig' helfen ihnen dabei.
Die Einsicht, dass uneingeschränkter Individualismus und beruflicher Erfolg für moderne erwerbsorientierte Existenzen und eine starke Volkswirtschaft unverzichtbar sind, verdanken wir der 68er-Generation, die einengende gesellschaftliche Normen und Werte schon früh als Hindernisse für die individuelle und berufliche Selbstverwirklichung erkannt und erfolgreich bekämpft hat. Gefährliche Illusionen schutzspendender sozialer Bindungen in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft wurden insbesondere von Soziologen bereits in den sechziger Jahren als Trugbilder entlarvt und von Politikern durch einen soliden und großzügigen Wohlfahrtsstaat ersetzt, der weitgehend frei von menschlicher Irrationalität seither für Sicherheit im Leben der Deutschen sorgt. Die neue Projektreihe `Wir-sind-wichtig´ dokumentiert moderne Biographien in der Bundesrepublik, in der der gut ausgebaute Sozialstaat für das Funktionieren von Wirtschaft im Großen und Privatleben im Kleinen garantiert.



Initiative WAHLABSAGE

Mehr Demokratie, weniger Politik

Bereits seit Jahren machen immer weniger Bürger von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch. Das ist etwas undankbar und weder nett, noch besonders cool oder gar sexy. Als Argument wird häufig angeführt, zu viele Politiker würden mit ihrem Tun und selbst mit ihrem Nichtstun Menschen schaden, ihnen die Unwahrheit sagen oder sie sogar finanziell übervorteilen. Trifft das zu oder ist es nur üble Nachrede ?

Initiative 'Wahlabsage' Alle vier Jahre dürfen mündige Bürger bei Wahlen die Geschicke dieses nach wie vor lebenswerten Landes mitbestimmen und mit ihrem Kreuz ein Zeichen setzen. In guter Tradition beteiligen sie sich an der erneuten Legitimation bewährter und intelligenter politischer Strukturen. Die Volksvertreter handeln überwiegend vernünftig und somit können die Menschen in Deutschland auch weiterhin nachts ruhig schlafen. Vor allem die Massenmedien erinnern die Fernsehzuschauer, Radiohörer, Zeitungsleser und Internetfreunde regelmäßig daran, ihrer vornehmsten staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen: dem Gang zur Wahlurne. Hierbei geht es den Verantwortlichen in Politik, Wirtschaft und Gesellschaft nur vordergründig um die Verteidigung von Besitzständen, denn sie wissen: Wenn einer Demokratie die Wähler ausgehen, droht über kurz oder lang die Anarchie – menschliches Miteinander ohne staatlichen Ordnungsfaktor kann jedoch kein vernünftiger Mensch ernsthaft befürworten.
Angesichts der vielfältigen Leistungen, die Tag für Tag vom politischen Berlin aus für ganz Deutschland erbracht werden, steht der steigende Anteil nicht abgegebener oder ungültiger Stimmen für ein beängstigendes Maß an Undankbarkeit. Wie würden wohl die Väter und Mütter des Grundgesetzes den Versuch kommentieren, eine vermeintlich verantwortlichere und vernunftgeleitetere Politik durch unsolidarisches Verhalten wie den Boykott der Stimmabgabe erzwingen zu wollen ?
Dabei entsprechen uneingelöste Wahlstimmen oft noch nicht einmal bewussten Verweigerungen, sondern haben vielfach ganz banale Ursachen. Dennoch werden sie nach bedeutenden Wahlen immer automatisch den Gegnern einer professionellen modernen Parteiendemokratie zugerechnet. Das ist nicht fair und die offene Aktion `Wahlabsage´ wirbt daher mit satirischen Mitteln für mehr Enthusiasmus in Bezug auf die Verdienste unserer Volksvertreter.



Initiative DUDELSTOPP

Wollen wir Friedhofsruhe ?

Eine Handvoll Initiativen fordert neuerdings die Einschränkung oder das Verbot kostenlos bereitgestellter Musik im öffentlichen Raum. Bedenken diese Profilneurotiker und Sonderlinge eigentlich die Folgen ihres Tuns ? Das Projekt `Dudelstopp - Wollen wir Friedhofsruhe ?´ setzt sich provokativ mit der Frage auseinander, wie eine Welt aussehen würde, in der Musik nur noch im Einvernehmen aller Anwesenden erklingen dürfte.

LautsprecherDie Musikproduktion der Bundesrepublik befindet sich im internationalen Vergleich auf hohem Niveau. Der Ausstoß an Tonträgern ist jedes Jahr auf´s Neue rekordverdächtig und der Verfügbarkeit rhythmischer Tonmedien aller Art sind dank mp3-Playern räumlich wie zeitlich kaum noch Grenzen gesetzt. Natürlich kommt es im Tonträgergewerbe, an dem nach neuesten Schätzungen rund 300.000 Arbeitsplätze hängen, mitunter auch zu Fehlentwicklungen und negativen Auswüchsen. Diese werden von der Industrie sehr ernst genommen und einzudämmen versucht, auch wenn sie nur eine verschwindend geringe Zahl sich gestört oder gar belästigt fühlender überempfindlicher Personen betreffen. Letztere werden von der Betroffenheitsindustrie nur zu gerne als Vorwand missbraucht, um die musikalische und rhythmische Untermalung des oft genug grauen Alltags als `Gedudel´ zu diffamieren. Auch die gelegentlich geäußerte Vermutung, die schwindende Rücksichtnahme im täglichen sozialen Miteinander sei auf veränderte Familienstrukturen, in denen immer häufiger Geschwister und Väter fehlen, zurückzuführen, muss bis zur Vorlage eines soliden wissenschaftlichen Beweises zurückgewiesen werden.
Viele Menschen sind allerdings heute bereits von der Tatsache betroffen, dass die Deutschen immer älter und in der Folge auch einsamer werden. Dies sollte eigentlich Grund genug sein, mit Hilfe technisch ausgereifter Erzeugnisse der Musikindustrie gegen die aufziehende Friedhofsruhe anzugehen. Ein tatsächlicher 'Dudelstopp' wäre dabei wenig hilfreich. Pulsierende Lautsprecher hingegen bringen heute schon Leben in die vergreisende Gesellschaft. Totalitäre Ruhe steht für Einsamkeit und Tod.



Initiative GEWALT-GEHT-IMMER

Gestern wie heute: Violare humanum est

Der Umgang mit Gewaltkriminalität durch Polizei, Justiz und Politik ist vorbildlich und wird von den Bürgern mit großem Vertrauen belohnt. Dennoch bleibt Gewalt ein natürlicher Teil der sozialen Ordnung, mit dem gelebt werden muss. Verantwortungsbewusste Frauen und Männer sollten sich deshalb bemühen, aggressive Menschen nicht durch übertrieben selbstbewusstes oder unnötig couragiertes Verhalten zu provozieren.

Projekt 'Gewalt-geht-immer' Mit wachsendem Unmut reagieren Teile der Öffentlichkeit auf den vermeintlich zu `laschen´ Umgang mit gefährlichen Straftätern. Es verbreitet sich die absurde Ansicht, das Strafrecht wirke nicht abschreckend, weil immer mehr Gewaltverbrecher in Deutschland ohne gerichtliche Verurteilung davonkommen. Sinnvolle kriminologische Relativierungen und Erklärungen wie die, dass sich eine Mehrzahl von gefährlichen Schlägern bei genauerem Hinsehen lediglich als etwas zu groß geratene Jungs entpuppt, stoßen bei Laien auf vorschnelle Ablehnung. Dabei wird gerne übersehen, dass insbesondere jungen Tätern ein förmliches Strafverfahren oft mehr schadet als nutzt. Die bundesdeutsche Kriminalpolitik verfolgt keinesfalls das Ziel, durch Verharmlosung oder gar Duldung von Gewaltverbrechen sowie angeblich überzogenen Täterschutz die Bevölkerung zu verängstigen, damit diese in der Hoffnung auf mehr Sicherheit für Leib und Leben eine Vergrößerung des Staatsapparates akzeptiert. Eine solche Strategie würde den Interessen der Bürger entgegenlaufen, daher ist diese Unterstellung abwegig.
Moderne Menschen tun gut daran, sich mit alltäglich gewordenen Gewaltdelikten -mögen sie im einzelnen auch noch so unangenehm erscheinen- abzufinden und zu arrangieren. Die Projektreihe `Gewalt-geht-immer´ leistet hierzu einen Beitrag, indem sie übertriebene Erwartungen zum Thema `Kriminalitätsbekämpfung´ mit der notwendigen political correctness konfrontiert und so Enttäuschungen vorbeugt.


ÜBER UNS II

Es gibt sehr wohl eine Gesellschaft !

... und was für eine: Sie wird immer vollkommener und perfekter, dank der Experten und der Fachleute, die von Staats wegen daran arbeiten, die elementaren Besonderheiten menschlicher Existenz mit den berechtigten Interessen der Wirtschaft in Einklang zu bringen.

Es gibt sehr wohl eine Gesellschaft ! Die Aktivisten von Wir-sind-wichtig helfen dem Staat, die altmodische Illusion schutzspendender sozialer Bindungen in Familie, Freundeskreis und Nachbarschaft als gefährlich zu entlarven. Deren vermeintliche Funktion als `Sicherheitsspender´ wurde insbesondere von Soziologen bereits im vorigen Jahrhundert als Trugbild entlarvt und von vorausschauenden Politikern durch einen soliden und großzügigen Wohlfahrtsstaat ersetzt. Dieser sorgt weitgehend frei von menschlicher Irrationalität seither für Verlässlichkeit im Leben der Deutschen und garantiert so das Funktionieren von Wirtschaft im Großen und Privatleben im Kleinen. Wegen der Unverzichtbarkeit beruflichen Erfolgs für die Selbstverwirklichung hatten bereits führende Vertreter der 68er-Generation einengende gesellschaftliche Normen und Werte als Hindernisse für den Individualismus erkannt und erfolgreich bekämpft. Ihre geistigen Erben verstehen es sehr gut, ökonomisch funktionalisierte Sexualität mit den Grundsätzen des Feminismus und der Single-Gesellschaft zu verknüpfen. Ungünstig wirkt sich hierbei allenfalls die wegen politisch gebotener Maßnahmen wie dem Gender-Mainstreaming rapide abnehmende Anziehung zwischen den ehemals sehr gegensätzlichen Geschlechtern aus.
Der Initiative zufolge sind moderne Gesellschaften, deren Sozialstrukturen sich ? unterstützt von Wirtschaft und Politik - radikal im Umbau befinden, von einer grundsätzlich positiven Haltung gegenüber staatlichem Wirken geprägt. Antietatistische Einstellungen, wie etwa Margaret Thatchers Aussage, nach der es keine Gesellschaft gäbe, sondern ?nur Individuen, die für ihre Familie und ihre Nachbarn sorgen?, können daher keine Oberhand gewinnen. Die Akzeptanz staatlicher Sozialleistungen ist im Gegenteil gestiegen, da das Arbeitseinkommen wegen wachsender Abgabenquoten selbst für Alleinstehende und Kinderlose oft nicht ausreicht. `Wir-sind-wichtig´ kritisiert jedoch, dass viele Massenmedien noch immer zu einseitig über die sehr subjektiven Schattenseiten karriereorientierter Lebensbiografien berichten. Das Phänomen `Einsamkeit in der Single-Gesellschaft´ wird unnötig dramatisiert ? bewährte Lösungen, wie beispielsweise Haustiere, werden hingegen zu selten aufgezeigt.


INDIVIDUALISIERUNG

Würde, Mut und Trost

'Wir sind wichtig' ist eine zivilgesellschaftliche Initiative der offenen Politik- und Kunstplattform moderne21. Sie unterstützt seit sechs Jahren Politik und Wirtschaft dabei, die berufliche Karriere als Dreh- und Angelpunkt modernen Lebens aufzuwerten.

Würde, Mut und Trost Eine wachsende Zahl von Menschen tritt wegen ihrer subjektiv empfundenen beruflichen Unentbehrlichkeit in ihrem Sozialleben immer kürzer. Unabhängig davon, ob sie tatsächlich unersetzbar sind oder nicht, bringen sie große Opfer für das Funktionieren der Wirtschaft und damit das Gemeinwohl. Der daraus sehr häufig resultierende Verzicht auf Familienleben, elementare Glückserfahrungen und emotionale Stabilität ist nicht zu leugnen. Die Millionen Einzelkämpfer müssen daher von Initiativen wie 'Wir-sind-wichtig' gewürdigt, ermutigt und getröstet werden. Den Menschen soll ihr Unbehagen genommen und mit Hilfe von Aktionen, Diskussionen und der Dokumentation moderner Biographien gezeigt werden, dass sich Individualisierung und Marktwirtschaft sehr gut miteinander vereinbaren lassen.
Hinter Wir-sind-wichtig stehen neben Vertretern aus Politik, der boomenden Selbstverwirklichungsindustrie und Gewerkschaften Bürgerinnen und Bürger, die sich einbringen und gleichzeitig der Notwendigkeit ihrer Opfer für die Wirtschaft vergewissern wollen. Es sollte vor allem von der Politik aufrichtiger als bisher kommuniziert werden, dass beruflicher Erfolg nun einmal der Fetisch der modernen Zeit ist, dessen Nebenerscheinungen wie Einsamkeit und familiäre Entwurzelung adäquat durch Geld, Sozialarbeit oder neue Medien zu lösen sind. Durch Konsumchancen können Einsamkeitsgefühle kompensiert werden, beruflicher Erfolg kann fehlende Bestätigung im sozialen und familiären Bereich ersetzen. Den Menschen wird heute statt zu Hause in ihren Unternehmen vermittelt, dass sie einzigartig und wichtig sind. Sie fühlen sich dort unabkömmlich und wollen nicht riskieren, ihre Lebenskraft und ihre Kreativität für anfällige soziale Bindungen drohendem Verschleiß auszusetzen.


VORURTEILE

Moderne Frauen sind keine Tussis

Moderne Frauen müssen vielfach gegen bösartige Klischees ankämpfen, die von besitzstandswahrenden Männern oder `glücklichen´ Familienmüttern in die Welt gesetzt wurden, um ihnen ihr selbstbestimmtes Leben zu erschweren. Fortschrittliche Frauen sind mitnichten halbe Kerle. Verhärmt oder frustriert werden sie lediglich dann, wenn ihnen der zustehende Respekt und die fällige Anerkennung vorenthalten werden.

In der Bundesrepublik wird die Politik dank Quotenregelungen zum Glück immer femininer. Die harte Konfrontation zwischen verschiedenen Meinungen tritt damit immer mehr in den Hintergrund, denn die harmonische Konsensfindung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch der Political Correctness wird zunehmend endlich der Rang eingeräumt, der ihr zusteht.
In Karriere und Beruf erfolgreiche Frauen werden privat häufig von fortschrittsverweigernden Männern ignoriert oder mit dem Argument zurückgewiesen, dass `man(n) sich lieber an das Original halte´, seine Freizeit daher bevorzugt mit Kumpels verbringe und seine erotischen Bedürfnisse auf käuflichen Sex verlagere. Diese perfide Diskriminierung ist nicht akzeptabel.

Moderne Frauen sind die besseren, die `neuen´ Männer und daher auch die neuen Soldaten. Gesellschaftlich ist es zu begrüßen, wenn definierte Feinde künftig von Männern und Frauen gleichermaßen staatlich legitimierte körperliche Gewalt zugefügt bekommen. Dieser Fortschritt sollte daher nicht als neues Gleichgewicht des Schreckens diffamiert werden dürfen.
Die Multikulti-Gesellschaft bescherte der Bundesrepublik eine Reihe hervorragender Sängerinnen, die ihren männlichen Macho-Kollegen in nichts nachstehen: Es begann vor 16 Jahren mit den frechen Tic Tac Toe, ging weiter mit Sabrina Setlur, deren Vorliebe für Fäkalausdrücke ihrer Weiblichkeit keinen Abbruch tat, und fand seinen Höhepunkt bei der derben Pornorapperin Lady Bitch Ray.


VORURTEILE

Moderne Männer sind keine Opfer

Immer wieder sehen sich moderne Männer Schmähungen und Spott von Seiten vermeintlich `richtiger´ Männer sowie hoffnungslos altmodischer Frauen ausgesetzt. Solchen Anfeindungen muss entschieden entgegen getreten werden. Die neuen Generationen fortschrittlicher Männer bilden im Einklang mit modernen Frauen schließlich die Basis für eine gerechte und gute Gesellschaft.

Moderne Männer sind emanzipiert und akzeptieren Frauen als ebenbürtige Partnerinnen, sowohl im Privatleben als auch im beruflichen sowie im kulturellen Bereich. Sie haben den immer wieder von Misanthropen und Maskulisten heraufbeschworenen Penisneid gegenüber von Politik und Gesellschaft zu Recht geförderten Karrierefrauen im Griff.
Wenn moderne Männer keine `richtigen´ Männer mehr sein dürfen, dann bleiben sie häufig `große Jungs´. Von den gegenderten, dauercomputerspielenden und twitternden `männlichen´ Bewohnern der immer erfolgreicher werdenden bundesweiten Hotelkette `Mama´ geht zum Glück keine Gefahr mehr für moderne und gerechte Gesellschaften aus.

Moderne Männer akzeptieren, dass es im Zuge der Gegenbewegung zur jahrhundertelangen Männergewalt von weiblicher Seite teilweise zu verständlichen Überreaktionen mit `Nachholcharakter´ kommt. Häusliche Gewalt gegen Männer, von Boulevardmedien zu einem Tabu-Thema verklärt, stellt aber dennoch die absolute Ausnahme im täglichen Leben dar.
Vorurteile sind nicht die Sache moderner Männer. Sie setzen sich vielmehr gegen Diskriminierung ein und beziehen mutig Stellung gegen den Hass. Rücksicht im täglichen Miteinander ist für sie hingegen kein Thema, assoziieren sie diese doch zu Recht mit vormodernen patriarchalen Gesellschaften und entlarven damit den autoritären Charakter dieser Eigenschaft.