Initiative `Dudelstopp - Musik ohne ZwangInitiative `Dudelstopp - Musik ohne Zwang



BESCHALLUNG

Hier spielt die Musik

Politiker der Piratenpartei in einer öffentlich-rechtlichen Veranstaltung (hoffentlich ordnungsgemäß angemeldet bei der GEMA) Ein Hamburger Nachrichtenmagazin veröffentlichte kürzlich ein Streitgespräch zwischen dem als `Musiker´ titulierten Hamburger Jan Delay - der vermutlich mit einem Dolmetscher ins Redaktionsbüro kam - und dem Berliner Abgeordneten der Piratenpartei Christopher Lauer, in dem diese um die Frage stritten, ob Musik im Internet straf- und kostenlos herunterzuladen sei. Im Zuge der Unterhaltung offenbarte der von den Mainstreammedien hochgeschriebene und bejubelte Delay sein Kunstverständnis folgendermaßen: "Ich bin HipHopper. Wir malen nachts Züge an ! Wir klauen Musik und machen daraus neue Musik ! Das ist unsere Kunst." - eine Äußerung des allem Anschein nach unter Dysglossie leidenenden Delay, bei der alle sozialkritischen Spiegel- und Zeit-Journalisten sowie natürlich sämtliche Sozialpädagoginnen und Sozialpädagogen aus den feinen Hamburger Stadtteilen Eppendorf und Winterhude ins Schwärmen geraten sein dürften. Zum Abschluss des Gesprächs verkündete Delay, der Vertreter der Piratenpartei habe sich eine Abmahnung eingehandelt, da er im Verlauf des Gespräches zugegeben habe, illegal eine Folge von `Family Guy´ aus dem Netz heruntergeladen zu haben. Dass die Schilderungen des Kunstverständnisses des Medienlieblings Delay `Wir malen nachts Züge an !´ irgendwelche rechtlichen Konsequenzen haben könnten, davon ist indes nicht auszugehen.

Mit Freude haben unterdessen die Aktivisten der Musikindustrie aufgenommen, dass Wirtschaftsminister Philipp Rösler Mitglied des ZDF-Fernsehrats wird. Es sei davon auszugehen, dass der FDP-Experte seinen Einfluss geltend mache und die Programmmacher in ihrem bisherigen Tun und Machen für ein konstruktives und staatsbejahendes Fernsehen bestärken werde. Vermeintlich bedenkliche musikalische Sendereihen wie `Willkommen bei Carmen Nebel´ oder der `Eurovision Song Contest´ im `Schwesterkanal´ ARD hätten vom ehemaligen Gesundheitsminister Rösler nichts zu befürchten - schon gar nicht, dass Argumente, sie schadeten der Gesundheit vieler Menschen (Blutdruck, psychische Störungen etc.) über Gebühr Einzug in die Expertengremien der Fernsehverantwortlichen fänden. Auch für das in libertären Kreisen gerne bemühte Schreckensbild eines mit Hilfe der GEZ finanzierten Zwangsgebühren-Fernsehens zeigte sich der Minister der ehemals `liberal´ gescholtenen freidemokratischen Partei bisher glücklicherweise nicht anfällig.





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