Diskutant M.Reiter DISKUSSIONSNACHLESE I

Die Sprache der Mächtigen

Im Rahmen der Fragestellung `Kann politisch korrekte Kunst uns vor zu viel Freiheit schützen ?´ wurde im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ das Verhältnis zwischen Kunst, Wirtschaft und Politik diskutiert. Trotz etlicher Ungereimtheiten von Seiten der `Eigentümer´ und potentiellen Investoren droht dem `Tacheles´ seit drei Jahren die Zwangsräumung durch eine Landesbank.

Wie ein Damoklesschwert schweben die angekündigten Zwangsmaßnahmen über den Künstlern des `Tacheles´. Dennoch werden ihre erklärten Gegner von den politischen Entscheidungsträgern um Bürgermeister Klaus Wowereit nur halbherzig kritisiert. Martin Reiter, Kunstaktivist und ehemaliger Vorstand des mittlerweile insolventen `Tacheles e.V.´, sieht dies nüchtern: Es verwundere ihn kaum, dass sich große Wirtschaftsunternehmen mittlerweile ebenfalls einer wenig angreifbaren politisch korrekten Rhetorik bedienten und damit ihr nicht selten recht aggressives Handeln kaschierten. Dies mache die Auseinandersetzung über politische Inhalte allerdings nicht einfacher. Die Kunst sei hierdurch gezwungen, vom häufig zu beobachtenden westlichen Zynismus "einen Schritt zurück zu gehen und wieder deutlich moralischer zu agieren". Ob dies automatisch `politisch korrektere´ Inhalte zur Folge haben müsse, ließ Reiter offen. Er beobachte auf Seiten der Kreativen allerdings bereits jetzt die typische Aufspaltung in `Dekorateure´ auf der einen und `Geistesarbeiter´ auf der anderen Seite.

Als inoffizielle Empfehlung der `Tachelesen´ für die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am 18. September nannte Reiter konsequenterweise `Bündnis 90/Die Grünen´, die ideologische Heimat bundesdeutscher Political Correctness. Er begründete den Rat allerdings nicht mit der vermeintlichen moralischen Überlegenheit der Umweltpartei, sondern mit der ausbleibenden Hilfe durch den rot-roten Senat für das weltberühmte Kunsthaus in der Oranienburger Straße. Zudem hielten in der Bundesrepublik zunehmend amerikanische Verhältnisse Einzug, wonach sich die beiden etablierten politischen Lager `turnusgemäß´ alle vier Jahre an der Regierung abwechseln, sich über den Farbwechsel hinaus aber nichts ändert.


Diskutantin Dr. Peters DISKUSSIONSNACHLESE II

Neue korrekte Menschen

Ein Tabuthema in Gesellschaft und Politik ist zu Recht das Geschlechterverhältnis: In letzter Zeit wird die offizielle Sprachregelung `Männer sind Unterdrücker und grundsätzlich böse, Frauen – außer in der CDU - Unterdrückte und grundsätzlich gut´ immer öfter nicht mehr eingehalten. Das ist ein Problem, zu dessen Lösung vielleicht die professionelle Kreativszene beitragen könnte. Im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ wurde daher zum Thema `political correctness und gender´ diskutiert:

Typisch für moderne Gesellschaften sind große Veränderungen in den traditionellen Sozialstrukturen. Individualisierung und Ökonomisierung prägen die Lebensstile. Hierbei wandelt sich das Geschlechterverhältnis von einer Betonung der Unterschiede hin zu kompromissloser Gleichheit. Nach einem satirischen Schlagabtausch zwischen Kulturlobbyistin Dr. Sonja Peters und Moderator Hartmut Lühr über die Frage, ob moderne Frauen die besseren und damit die `neuen´ Männer seien, griffen die Diskutanten im `Tacheles´ das tagespolitische Thema `Frauen in der Armee´ auf: Dr. Peters betonte, dass es gesellschaftlich begrüßenswert sei, wenn definierte Feinde künftig von Männern und Frauen gleichermaßen staatlich legitimierte körperliche Gewalt zugefügt bekämen. Dieser Fortschritt dürfe keinesfalls als `Feminisierung´ bislang männlich geprägter Lebenswelten kritisiert werden. Kunstaktivist Martin Reiter machte indes deutlich, dass er als Pazifist Soldatinnen ebenso wenig Sympathie entgegen bringe, wie ihren männlichen Kameraden.

Bezogen auf die Verlässlichkeit und das Engagement für das von Zwangsräumung bedrohte `Kunsthaus Tacheles´ merkte Reiter an, dass die weiblichen Mitarbeiterinnen den männlichen meist überlegen seien, was nicht zuletzt auf die eher männlich geprägte Vorliebe für übertriebenen Alkoholgenuss zurückzuführen sei. Frau Dr. Peters ermahnte daher ihre Geschlechtsgenossinnen, auch auf diesem Gebiet künftig mehr Ehrgeiz zu entwickeln um beispielsweise beim sogenannten `Komasaufen´ zu den Männern aufzuschließen.


Wer möchte morgens um sechs in solch einem Haus Klingeln ? PARTIZIPATION

Wahlüberfall oder Wahlkapitulation ?

Was machen Menschen mit zu viel Freiheit ? Sie kaufen sich "Bücher" von Charlotte Roche oder Thilo Sarrazin, sie horten umweltschädliche Glühbirnen und - schlimmstes Beispiel - sie gehen nicht zu Wahlen. Das Nichtwählerphänomen war auch Thema auf einer Podiumsdiskussion im Berliner `Kunsthaus Tacheles´.

Sollte es eine Wahlpflicht geben in Deutschland, wie etwa vom SPD-Abgeordneten Björn Thießen gefordert ? Oder genügt es bereits, wenn die Außenstelle Freiburg der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg im Rahmen einer `Bildungsaktion´ die Bürgerinnen und Bürger früh morgens ab sechs Uhr vor ihrer Haustür mit gesponsortem Frühstück überfällt, um ihnen die Segnung des Rechts auf Unverletzlichkeit der Wohnung zu verdeutlichen, das von Artikel 13 des Grundgesetzes garantiert wird ?
Der Kunstaktivist Martin Reiter plädiert gegen eine Wahlpflicht, denn "wir haben ohnehin keine Wahl". Man würde sich beispielsweise auf Landesebene wundern, wie stereotyp die Abgeordneten von Grünen und FDP klängen, bei denen im Detail kaum noch Unterschiede herauszuhören seien. Diese Einsicht sei tatsächlich `brutal´. Kulturlobbyistin Dr. Sonja Peters sah dies erwartungsgemäß anders: "Wenn man zur Stimmabgabe gezwungen wird, muss man Verantwortung für sein eigenes Leben, sein Volk und seine Stadt übernehmen." Dies sei auf jeden Fall besser als zu Hause `Vera am Mittag´ zu gucken. Man könnte zudem verstärkt den Begriff der `Gelassenheit´ in die Diskussion einbringen, um den ideologisch aufgeladenen Terminus `Freiheit´ ein wenig zu entlasten und damit die Diskussion um freiwilliges und erzwungenes Handeln - im aktuellen Fall: Wählen - entdramatisieren. Dies scheint dringend notwendig, denn gerade unter Anhängern der drei großen Volksparteien SPD, CDU/CSU sowie Bündnis`90/die Grünen ist nach wie vor eine übertriebene Engstirnigkeit und mangelnde Flexibilität für neue politische Ideen und Umgangsformen zu beobachten.


Das `Kunsthaus Tacheles´ in der Oranienburgerstraße in Berlin VERANTWORTUNG

Links gefühlt ist nicht gleich links gehandelt

Gibt es zu viel oder zu wenig Freiheit für die modernen Wutbürger ? Unter dem Titel „Kann politisch korrekte Kunst die Bürger vor zu viel Freiheit schützen ?“ diskutierten im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ Aktivisten und Lobbyisten über verschiedene Aspekte von Freiwilligkeit in modernen Gesellschaften. Sollten Nichtwähler beispielsweise zur Stimmabgabe bei Wahlen wenn schon nicht gezwungen, so doch zumindest moralisch genötigt werden ?

Kunstaktivist Martin Reiter zeigte sich skeptisch: "Wir Europäer müssten eigentlich aus der Geschichte gelernt haben, dass das, was man als Freiheit propagiert, oftmals in Zustände führt, die nie sehr gut ausgegangen sind in den letzten 800 Jahren." Zwar gebe es im Internet-Zeitalter für die `Kreative Mitte´ mehr Möglichkeiten, bei einer Neuauflage vermeintlicher oder tatsächlicher `Klassenkonflikte´ gegenzusteuern, aber die entscheidenden Protagonisten seien zu sehr mit sich selbst beschäftigt oder schlicht verunsichert.
Übereinstimmend wurde festgestellt, dass sich heute ausnahmslos jeder respektable politische Akteur als `links´ verorten würde, wenngleich laut Martin Reiter `linkes Fühlen´ nicht zwangsläufig zu `linkem Handeln´ führen müsse, nicht zuletzt, da das Politische heute leider kaum noch Macht habe und auch die etablierte Kunstszene an diesem Zustand kaum noch etwas zu ändern imstande sei.

Heute sitzt im Bundestag zum Glück keine einzige Partei, die den Staat nachhaltig verkleinern will. Aber es ist möglicherweise nur noch eine Frage der Zeit, wann in klandestinen Internetforen krude Theorien zirkulieren werden, nach denen derjenige Teil des Gemeinwesens, der über Familien und Kommunen hinausgeht, den meisten Menschen mehr schadet als dass er ihnen nützt. Mancheine oder mancheiner könnten sich dazu hinreissen lassen, diesem menschenverachtenden Trugschluss aufzusitzen.


Diskutanten M.Reiter und Dr. S.Peters INTERNATIONALISMUS

Querwählen gegen die Finanzkrise

In Europa sollte man die Idee des `Querwählens´ ins Auge fassen, bei dem die Wähler eines EU-Mitgliedslandes anstelle der Wähler eines anderen Mitgliedslandes wählen und umgekehrt. Dieser Vorschlag wurde auf einer Podiumsdiskussion der Kreativen Mitte zum Spannungsfeld zwischen `Freiheit´ und `hilfreicher Kunst´ im Berliner Kunsthaus Tacheles kontrovers erörtert.

Sollten nicht die Griechen für die Deutschen und die Deutschen für die Griechen wählen ? Wo doch von Deutschland aus ohnehin bereits in hohem Maße über die Geschicke der Hellenen bestimmt wird. So zwingen private Finanzzusammenhänge mittel- sowie westeuropäischen Ursprungs die Griechen gegenwärtig dazu, ihr Gemeinwesen umzukrempeln und beispielsweise das Renteneintrittsalter drastisch heraufzusetzen.
In der Bundesrepublik ist der Prozess des Umbaus sozialer Institutionen sowie der Privatisierung öffentlichen Eigentums bereits seit über zwei Jahrzehnten im Gang. Der Berliner Kunstaktivist Martin Reiter verurteilte diese Vorgänge vor dem Hintergrund der aktuellen Finanzkrise: "Niemand rettet Griechenland. Stattdessen zwingt Europa die Griechen dazu, das bei sich einzuführen, was hierzulande als Neoliberalismus kritisiert wird. Bisher ging man in Griechenland mit 60 Jahren in Pension, dort sind die Bahn und das Wasser noch verstaatlicht. Dabei müssten wir in Deutschland eigentlich heute dagegen protestieren, dass seinerzeit diese Fehler, die wir nun anderen aufzwingen, bei uns im Zuge eines neoliberalen Putsches mit konsumfaschistischer Tendenz gemacht wurden." Gegenwärtig hätten wir, so Reiter, tatsächlich wieder unfehlbare Führer - wenn auch als Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds verschleierte.

Das vorgeschlagene `Querwählen´ könnte in der angespannten Verfassung, in der sich die EU-Mitgliedsstaaten des EURO-Raumes gegenwärtig befinden, dazu beitragen, Ressentiments abzubauen und gegenseitig neues Vertrauen zu schaffen. Lediglich Zauderern, wie Mitdiskutantin und Kulturlobbyistin Dr. Sonja Peters, müsste diese symbolische Kunstaktion von internationalem Ausmaß noch schmackhaft gemacht werden. Diese steht der Vorstellung, dass bald Italiener oder Griechen anstelle deutscher Wahlberechtigter in der Bundesrepublik wählen, noch recht reserviert gegenüber: "Das möchte ich lieber gar nicht wissen, was dabei herauskommen würde !"
Große Ideen brauchen oftmals ihre Zeit, um kleinen Geistern die Angst vor Veränderungen zu nehmen.


Ausgedientes Bundeswehr-Fahrzeug als Kunstobjekt GLEICHSTELLUNG

Rhetorisches Gefecht ohne Zapfenstreich

Viele Frauen sind leider immer noch zu weich und feminin. Kein Wunder, dass sie sich in männerbeherrschten Berufsbereichen nur unzureichend durchsetzen können. Dies wurde auch im Rahmen einer Diskussion um die Thematik `Frauen beim Militär´ im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ deutlich.

Es begann bereits mit der ungelenken Vorstellung einer weiblichen Expertin durch den Moderator: "Frau Dr. Peters, sie sind eine Frau. Darf ich das so sagen ?". Denkbar unglücklich, dieser Einstand. Frau Peters konnte hierauf verständlicherweise nur leicht indigniert antworten: "Ungern, Herr Lühr. Denn das legt mich ja doch sehr fest." Kann man es ihr verdenken ?
Es folgte ein neuer Anlauf des Moderators in dem Bemühen, die leichtfertig aufgeheizte Startatmosphäre abzukühlen - ungeschickterweise erneut in Frageform: "Sind Frauen die besseren Männer ? Sind Frauen die neuen Männer ?". Auch auf diese vermeintlich politisch korrekten Vereinnahmungsversuche konnte oder mochte Frau Dr. Peters nicht eingehen, worauf von der Moderation ein letzter Versuch unternommen wurde, das Thema `Militär´ aus Gender-Perspektive näher einzukreisen: "Können Sie mir dann wenigstens sagen, ob die Kampfkraft von Frauen tatsächlich geringer einzuschätzen ist als die von Männern ?" - ein vor dem Hintergrund biologisch leider (bis auf den Leistungssport) unverrückbarer Universalien unfair erscheinender Versuch, Dr. Peters endlich Farbe bekennen zu lassen. Nichtsdestotrotz nahm diese den Ball auf und entgegnete: "Ich kann Ihnen versichern, dass ich sehr wohl in der Lage wäre, Ihnen ohne weiteres große körperliche Schmerzen zuzufügen." Dieser Schuss saß, weshalb der Moderator leicht gequält konterte: "Sie wissen aber schon, dass es einen gar nicht so kleinen Anteil an Männern gibt, denen gerade die Vorstellung von durch Frauen erlittene körperliche Schmerzen durchaus Vergnügen bereitet." Trotz dieses geschmacklosen Einwurfs bewies die Expertin Souveränität und erklärte "Es geht mir nicht darum, irgendwelchen bedauernswerten Männern Freude zu bereiten, sondern ganz unmissverständlich etwas zu befürworten: Nämlich, dass potentiellen Opfern künftig von Männern und Frauen gleichermaßen große körperliche Schmerzen zugefügt werden können. Und dass die Gesellschaft dies begrüßen sollte." Der Moderation blieb nicht anderes übrig als diese Klarstellung unkommentiert stehen zu lassen, wenn sie ihre argumentative Niederlage nicht noch vergrößern wollte. Ein guter Tag für Frauen beim Militär.


Blick der Staatsmacht auf die Kunst MEINUNGSFREIHEIT

Kann politisch korrekte Kunst
uns vor zu viel Freiheit schützen ?

Seit langem schon geben Politik und Verwaltung vor, was gut und was richtig ist. Aber neuerdings will eine wachsende Zahl von Menschen nicht mehr auf sie hören und diese Entscheidungen für sich selber treffen. Die Mandatsträger sind verunsichert. Sollte vielleicht die Kunst für die Mächtigen in die Bresche springen ?

Seit über einem Jahrzehnt wirkt die Political Correctness mit Hilfe von Sprachmanipulationen erfolgreich auf die Verbreitung von Gerechtigkeit hin. Sie ist mittlerweile fest in den führenden Köpfen des Staates verankert und weitet ihren Einfluss längst auch auf andere Gebiete aus: Öffentlich mitfinanzierte Kunst etwa, wie sie in den allermeisten Opern- und Theaterhäusern stattfindet, geht seit langem mit gutem Beispiel voran, was politisch verantwortbare Inhalte anbelangt.
Aber wie sieht es bei Künstlern aus, die nicht mit Steuergeldern gefördert werden ? Geraten sie in ihrer vermeintlichen Unabhängigkeit und Freiheit nicht allzu leicht in Versuchung, die staatlichen Entscheidungsträger über Gebühr zu kritisieren ? Und zu welchem Nutzen ? Dem der Bürger, die heute mehr denn je vom Staat abhängen, sicher nicht.

Daher möchte die Bewegung `Kreative Mitte´ unabhängige und freie Künstler ermutigen, in ihren Arbeiten verantwortungsvollere Akzente als bisher zu setzen. Sie fühlt sich dabei bestärkt von Niedersachsens Sozialministerin Aygül Özkan und EU-Kommissarin Margot Wallström, die beide in jüngster Zeit hilfreiche Überlegungen in Sachen `Meinungsfreiheit´ angestellt haben.
Kunst als wichtiger Teilbereich der Gesellschaft könne und solle die oftmals überforderten Bürger mit Hilfe verantwortbarer Inhalte vor der wachsenden Komplexität und Vielfalt des modernen Europa schützen, so Dr. Sonja Peters von der `Kreativen Mitte´ in Anlehnung an den Soziologen Ulrich Beck: „Wer Freiheit sucht, findet nicht selten das Risiko.“


Neue Fakten zum Verkauf des Areals an der Friedrichstraße setzen Berliner Senat unter Druck STEUERZAHLER

Rückabwicklung des Tacheles-Verkaufs

Im Frühjahr 2012 erhielt Bundesfinanzminister Schäuble ein Schreiben vom Präsidenten des Bundes der Steuerzahler Karl Heinz Däke, in dem dieser den Bund aufforderte, vom 1998 geschlossenen Kaufvertrag über das Tacheles-Areal in bester Berliner Lage zurückzutreten. Zu diesem Zeitpunkt ging die Öffentlichkeit von einem Kaufpreis über die ausgesprochen niedrig erscheinende Summe von 35 Millionen Euro für das ausgedehnte Gelände aus. Minister Schäuble sowie der Steuerzahlerbund wurden jetzt von den Unterstützern des `Kunsthauses Tacheles´ darüber informiert, dass nunmehr ein realer Kaufpreis von weniger als 13 Millionen Euro dokumentiert werden kann, für den die attraktive Fläche zum Schaden der öffentlichen Hand verschleudert wurde.

Die aus heutiger Sicht äußerst fragwürdig erscheinende Abwicklung des Grundstücksverkaufs durch den Bund, die eigentlich von der Oberfinanzdirektion Berlin hätte überwacht werden sollen, geht zu Lasten des `Tacheles´: Das weltbekannte Kunsthaus wurde damals mitveräußert und steht jetzt infolge des Verkaufs an den teilinsolventen Investor unter Zwangsverwaltung einer maroden Landesbank, was diese offenkundig überfordert.
Wolfgang Schäuble muss seinen Einfluss als Minister des entsprechenden Fachressorts im Bundeskabinett geltend machen, damit die Oberfinanzdirektion Berlin ihre passive Haltung revidiert und alle rechtlichen Möglichkeiten einer Rückabwicklung des Verkaufs aus dem Jahr 1998 ausschöpft, wie es der Bund der Steuerzahler gefordert hat. Die Chancen für einen Erfolg stehen sehr gut, da der dem damaligen Verkauf zugrunde liegende Verwaltungsakt gemäß §44 Abs. 1 des Verwaltungsverfahrensgesetzes (VwVfG) nichtig war.

Im Interesse der freien Berliner Kunstszene sowie der Steuerzahler sind die Unterstützer des Berliner `Kunsthauses Tacheles´ zum Austausch aller ihnen zugängigen Informationen mit der Finanzverwaltung bereit. Darüber hinaus erscheint es realistisch, dass die öffentliche Hand mit einem dicken Plus aus der verfahrenen und auch für Bürgermeister Klaus Wowereit misslichen Situation hervorgehen würde.


ZWANGSRÄUMUNG

Staatsnahe Politik- und Kunstplattform in Gefahr

Privater Sicherheitsdienst im Kunsthaus TachelesIm Schatten des Wahlkampfs um das `Rote Rathaus´ droht die Politik- und Kunstplattform moderne21 ihre Wahlheimat im weltbekannten Berliner `Kunsthaus Tacheles´ zu verlieren. Die dortigen internationalen Künstlerinnen und Künstler sind akut von Zwangsräumung durch die zuletzt mit Steuergeldern in Milliardenhöhe gerettete `SOS Mordbank´ bedroht.

Das irrationale und kurzsichtige Verhalten des Geldinstituts ist allen Betroffenen ein Rätsel. Nach Beendigung des Gesellschafter-Projekts durch die `Aktion Mensch´ verbleibt moderne21 indes die letzte unabhängige, wenn auch staatsnah ausgerichtete, Politik- und Kunstplattform in der Bundesrepublik. Ihr droht mit dem Verlust des `Tacheles´ bereits im Herbst der Boden unter den Füßen weggezogen zu werden.
Mit international beachteten Aktionen versuchte das `Kunsthaus Tacheles´ die maßgeblichen Politikerinnen und Politiker der Hauptstadt zu einem Engagement für die Künstler der `Kreativen Mitte´ Berlins zu bewegen – wegen des inhaltsleeren und höchst unverbindlichen Wahlkampfs ohne Erfolg: Weder Klaus Wowereit, noch Renate Künast oder Frank Henkel mochten sich vor der Wahl am 18. September auf eine Hilfs- oder zumindest eine Vermittlungszusage festlegen. Die Zeit arbeitet jedoch gegen die Kreativen sowie die dem Kunsthaus verbundene Plattform moderne21. Während die Politiker schweigen, schafft der private Sicherheitsdienst der SOS Mordbank Tatsachen in Form von Mauern, Grenzzäunen und aggressiver Gewalt (vorerst `nur´ gegen Kunstwerke).

Aktuell befinden sich sowohl das Bündnis `Berliner MEHRwert´ als auch die Initiative `Dudelstopp´ getragen von moderne21 in längerfristigen offenen Auseinandersetzungen mit dem `Bund der Steuerzahler´ sowie dem `Bundesverband Musikindustrie´. Diesem und anderem zivilgesellschaftlichen Engagement droht aller Wahrscheinlichkeit nach das Aus, wenn die Politik entgegen dem erklärten Bürgerwillen (ca. 150.000 gesammelte Unterschriften) das `Kunsthaus Tacheles´ der kommerziellen Bewirtschaftung durch einschlägig bekannte Investoren kampflos überlässt.


BERLINER `KUNSTHAUS TACHELES´

Klaus Wowereit als Segen für Diktator Lukaschenko

Weißrussisches Regime dürfte über passiven Berliner Kultursenator höchst erfreut sein

Alexander Rodin am 15.12.2011 im `Kunsthaus Tacheles´ Das Berliner `Tacheles´ teilte mit, dass die Mordbank am 07. Dezember im Rahmen ihrer Zwangsverwaltung des weltbekannten Kunsthauses ohne Urteile und Gerichtsvollzieher den weißrussischen Exil-Künstler Alexander Rodin mit Hilfe mehrerer Dutzend Angestellter einer Sicherheitsfirma räumen und dessen Kunstwerke in verbotener Eigenmacht beschlagnahmen ließ. Als Folge geht die im denkmalgeschützten Tacheles wahlbeheimatete staatsnahe Politik- und Kunstplattform moderne21 auf Distanz zum Berliner Bürgemeister Wowereit, der zugleich Kultursenator der Stadt ist.

Alexander Rodin (64) ist als dienstältester Maler eine Art Vaterfigur der Kreativen im seit drei Jahren durch Zwangsräumung bedrohten Tacheles. Der Diebstahl seiner dort ausgestellten Bilder hat den Mitorganisator des vom Kunsthaus jährlich ausgerichteten einzigartigen deutsch-weißrussischen Kulturaustausches schwer getroffen. Beobachter gehen davon aus, dass mit der Attacke auf Rodin die verbleibenden Künstler im Haus in ihrer Zivilcourage gegen die marodierende Finanzindustrie demoralisiert werden sollten. Angesichts dieser schwerwiegenden Vorfälle verharrt Berlins Kultursenator und erster Bürgermeister Klaus Wowereit in nahezu unverständlicher Passivität: Auch eine Woche nach dem brutalen Bilderklau durch Akteure, die mit der norddeutschen Mordbank in Verbindung stehen, geht von der Berliner Kulturverwaltung keinerlei Initiative zur Wiederherstellung der Rechtsstaatlichkeit für eine der weltweit bekanntesten Institutionen der Hauptstadt aus.

Dass man mit der Duldung der Attacken auf den Exil-Künstler und überzeugten `Tachelesen´ Rodin der autoritären Führung in Minsk hilft und damit zugleich die weißrussische U.Reifenstein-Herbig neben einem der vorübergehend nicht mehr zugänglichen Werke Alexander Rodins im `Kunsthaus Tacheles´Opposition schwächt, liegt auf der Hand. Obwohl erwiesenermaßen sehr staatsnah orientiert, geht nun auch den Aktivisten von moderne21 die Geduld aus. Ursula Reifenstein-Herbig von der m21-Initiative `Wir-sind-wichtig´: "Einerseits haben wir alle Verständnis für die Faszination, die postsowjetische und postmaoistische Despoten auf sozialdemokratisches Führungspersonal wie Helmut Schmidt und Gerhard Schröder ausüben. Andererseits können wir Klaus Wowereit nur empfehlen, sich seine direkten und indirekten Gefährten auf seinem Weg ins Kanzleramt genau anzuschauen, damit sie ihm eines Tages nicht zum Verhängnis werden." Es ist noch nicht zu spät für einen zukunfts- und freiheitsorientierten Kultursenator, dem Tacheles und dem, wofür seine Künstler stehen, jetzt zu helfen.



BELEG

Die `kreative Mitte´ als Berliner Mehrwert

Seit einiger Zeit setzt sich in der Kulturszene immer mehr der neue Begriff der `kreativen Mitte´ für politisch korrekte Kunst aus dem Herzen der Gesellschaft durch. Medien, Politik und auch Wirtschaft unterstützen diesen aufgeklärten Ansatz, niemanden auszugrenzen, sondern alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft und politischen Einstellung abzuholen und mitzunehmen - Z.B. ins Berliner `Kunsthaus Tacheles´ einem der Ursprungsorte der `Kreativen Mitte´.

Die `kreative Mitte´ steht linker als rechts und rechter als links: Gute Menschen und Unmenschen machen um sie gleichermaßen instinktiv einen Bogen. Das ist auf jeden Fall ein positives Zeichen. Über die Verortung der `kreativen Mitte´ innerhalb der politischen Geometrie machen sich darüber hinaus viele kluge Köpfe Gedanken. Fest steht jedenfalls: Ob Egalitarismus, Individualismus oder Humanitarismus; Soziokratie, Demokratie oder Plutokratie - hierüber sollte man schwindelfrei grübeln und mit beiden Füßen fest auf der Erde stehen.
Die `kreative Mitte´ ist nicht an eine einzelne Stadt oder gar einen speziellen Bezirk gebunden, aber dennoch macht man sich in Berlin-Mitte, wo auch das `Kunsthaus Tacheles´ (hoffentlich noch lange) steht, besonders viele Gedanken über die Beschreibung als `kreativ´ und ob dies nicht zu elitär klingt. Fest steht jedenfalls, dass ohnehin zweifelnde Menschen nicht noch zusätzlich verunsichert werden sollen. Die Bemühungen der Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Medien und Politik um die sichere Zukunft der orientierungslosen Gesellschaft werden daher nicht in Frage gestellt.

Kaum zu glauben - aber das `Kunsthaus Tacheles´, einer der Ursprungsorte der `Kreativen Mitte´, ist gegenwärtig von Zwangsräumung durch die von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern mitfinanzierte SOS Mordbank bedroht. Wir empfehlen den Verantwortlichen unser neues Video, um ihre Standpunkte noch einmal kritisch zu überdenken und im Geiste der `kreativen Mitte´ zu hinterfragen.

Am 21.07.2011 findet ab 20 Uhr im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ (gold. Saal) eine Podiumsdiskussion zum Thema statt.


Erfolgreiche Universitäts-Absolventen vor ihrem Eintritt ins Wirtschaftsleben ELITE

Wirtschaft schlägt Politik

Wer ist gegenwärtig der primäre, der wirklich wichtige Ansprechpartner und die eigentliche Inspirationsquelle für Kunstschaffende – die Politik oder die Wirtschaft ? Dieser Frage ging auf einer Diskussion mit dem Titel `Kann politisch korrekte Kunst uns vor zu viel Freiheit schützen´ unter anderem der Kunstaktivist Martin Reiter nach.

Im Verlauf der Diskussion zog Reiter den Schluss, dass der erfolgversprechendere Ansprechpartner für Künstler, die faktisch etwas bewegen wollten, die Wirtschaft und nicht mehr die Politik sei. Diese Einschätzung traf bei den Diskutanten auf Zustimmung: Die Künstler hätten in der Geschichte überwiegend stets für die Mächtigen geschaffen, in der Reihenfolge Kirche, Politik und heute Wirtschaft. Reiter: "Von nichts kommt nichts - die Kunst wendet sich natürlich den Mächtigen zu. Sie besteht ausschließlich aus Wahrnehmung und Reflexion". Wahrgenommen werde das, was sei. Und anscheinend sei die Politik zu wenig. Es existiere weniger Kunst bezüglich der Politik, die gegenwärtig von fünf Parteien in Deutschland repräsentiert würde, die in Wahrheit nur eine einzige sei, als bezüglich der Wirtschaft. Reiter mahnte, dass wenn die Gesellschaft zu einem einzigen Markt mutiere, es vorbei sei. Dann käme es zum `Schlussverkauf´ und der sei nicht wirklich amüsant, da man ihn bereits zweimal im 20. Jahrhundert beobachten konnte bei den beiden Weltkriegen.
Hierbei gebe es natürlich durchaus inhaltlich auch sehr negative Aspekte, auf die sich bezogen werde, wie etwa die Nuklearwirtschaft: Es handele sich schließlich auch um ein `Wirtschafts-Thema´, wenn es in Japan ein Atomkraftwerk zerreisse, wie in Fukushima geschehen. Hierbei gehe es um mächtige Bilder, die von der Kunst heute stärker reflektiert würden als noch vor dreißig oder vierzig Jahren als das Politische noch stärker im Mittelpunkt stand. Politiker sollten sich heutzutage überlegen, ob sie nicht einfach nur Kollegen von Künstlern - beispielsweise Satirikern - seien, die im Gegensatz zu diesen eine sehr hohe Gage kassierten. Der Moderator der Diskussion spitzte diesen Gedanken nochmals zu zu der Überlegung, ob nicht aktuell Politiker sich eigentlich als Realsatiriker betätigten, während Satiriker zunehmend als politische Akteure in Erscheinung träten.


Deutscher Bundestag in Berlin EMOTIONEN

Wutbürger vor Stalingrad ?

Im Rahmen einer Diskussion zur Frage `Kann politisch korrekte Kunst uns vor zu viel Freiheit schützen ?´ wurde von der Kulturlobbyistin Dr. Sonja Peters sowie dem Kunstaktivisten Martin Reiter über mögliche Vorzüge einer allgemeinen Pflicht zu politischen Wahlen nachgedacht.

Frau Dr. Peters malte bezüglich der vermeintlichen politischen Trägheit vieler Bürger ein defätistisches Schreckgespenst an die Wand, wonach man natürlich auch ein Wahlverbot einführen könne mit dem wahrscheinlich unguten Ergebnis, bald wieder einen einzelnen Menschen, möglicherweise einen Österreicher, an der Macht zu haben. Der Wiener Martin Reiter gab darauf zu bedenken, dass dieses Szenario seiner Meinung nach in kleinerem Maßstab bei der Deutschen Bank bereits existiere. In einer uniformen Gesellschaft mache Wählen ohnehin keinen Sinn, die Menschen müssten sich durch mehr Merkmale voneinander unterscheiden als lediglich durch das Arm/Reich-Schema, sonst helfe auch kein Gruppendruck zum Wählengehen.

Aus den Reihen des Publikum wurde während der Diskussion mit einer gewissen Hähme die Erwartung geäußert, dass nach Einführung der Wahlpflicht in der Bundesrepublik die Erregung im Hühnerstall bzw. in der veröffentlichten Meinung zu beobachten, wenn nämlich auf einmal Parteien ins Parlament einziehen würden, die gemeinhin als nicht diskutabel gelten. Frau Dr. Peters hielt dagegen, dass selbst bei einer Wahlbeteiligung von Nahe einhundert Prozent nicht zu erwarten wäre, dass die `Grauhaardackel-Partei´ mit acht Prozent in die Kreis- oder die Landtage einziehen würde. Und selbst wenn, wäre dies in ihren Augen ebenfalls kein Problem, da es sich ja immerhin um Volksvertreter handeln würde. Dem Vorschlag seitens der Diskussionsleitung, das sich aktuell etablierende `Wutbürgertum´ solle seine Energie für eine nachhaltige Modernisierung des überkommenen Wahlrechts einsetzen, wurde von Reiter eine Absage erteilt: „Wut ist nie gut. Wenn der Künstler wütend auf sein Werk eindrischt, dann sei es ihm oder ihr unbenommen. Da ist die Wut ein unmittelbares menschliches Gefühl beim Schaffen. Wut in einem politischen Kontext ist allerdings ein Problem, was man in Deutschland wohl auch nicht weiter erläutern muss, wo der Wutbürger zuletzt bis nach Stalingrad marschiert ist. Das destruktive Element in Wut ist einfach größer als das konstruktive. Wut ist kein guter Berater in der Wahlkabine.“


FUNDAMENT

Manifest der 'kreativen Mitte'

Die kreative Mitte schließt niemanden aus

Die Dinge, auf die es uns ankommt: Kunst, Satire, Zivilgesellschaft. Und das alles nicht irgendwo, sondern in unserer 'kreativen Mitte'. Die 'kreative Mitte' hat keinen geographischen, sondern einen universalen Anspruch: Sie ist nicht beschränkt auf den Berliner Bezirk, sondern auf eine gewisse Art des Denkens, Handelns und Kunstschaffens.
Wir grenzen Kreative aus Stuttgart, aus Hamburg, aus Zürich nicht aus, lassen sie nicht draußen stehen. Wir wollen die Menschen abholen und mitnehmen.
Die Mitte ist vielleicht nicht perfekt, aber sie ist das Beste, was wir haben: Linker als rechts - rechter als links. Gutmenschen und Unmenschen machen um sie gleichermaßen instinktiv einen Bogen. Wir wertschätzen die Idee der Mitte: Die Mitte ist nicht extrem, sie kann es nicht sein - außer in Zeiten, in denen ohnehin alles zu Extremen neigt. In ihnen sind umso mehr Kreativität und kulturelle Sensibilität gefragt.
Die Gefühle verunsicherter Menschen wollen wir nicht zusätzlich verletzen. Die Bemühungen der Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Medien und Politik um die sichere Zukunft der orientierungslosen Gesellschaft stellen wir nicht in Frage. Wir verschließen uns daher nicht dem Dialog mit den Mächtigen, sondern gehen auf sie zu, um sie brüderlich zu umarmen.

Die kreative Mitte beweist Verantwortung

Immer mehr Menschen treten als Folge der vorangetriebenen Individualisierung in ihrem Sozialleben kürzer. Sie bringen große persönliche Opfer für das Funktionieren der Wirtschaft - oft ohne sich dessen bewusst zu sein. Weil der daraus häufig resultierende Verzicht auf Familienleben und emotionale Stabilität kein Pappenstiel ist, muss die kreative Mitte ihnen mit Zerstreuung Trost verschaffen.
Die wachsende Politikverdrossenheit resultiert aus dem irrationalen Gefühl, dass zu viele Volksvertreter mit ihrem Tun und ihrem Nichtstun Menschen schaden, ihnen die Unwahrheit sagen oder sie sogar finanziell übervorteilen. Sie ist zusammen mit dem beunruhigenden Nichtwählerphänomen abzulehnen und mit kreativen Mitteln zu ächten.
Der vorbildliche Umgang mit Gewaltkriminalität durch Polizei und Justiz wird von vielen Bürgern nicht mit entsprechendem Vertrauen belohnt. Aktionen der kreativen Mitte haben im Zusammenspiel mit Medien und Politik dafür zu sorgen, dass die Täter- gegenüber einer häufig allzu moralisierenden Opferperspektive nicht zusehends ins Abseits gerät.
Der demographische Wandel und die daraus folgende Vereinzelung verändern den sozialen Umgang der Menschen miteinander. Einfühlungsvermögen und Rücksicht verlieren an Bedeutung. Am Beispiel anderen aufgedrängten lauten Musikkonsums müssen Aktionen einer kreativen Mitte mäßigend sowohl auf rüpelhafte als auch auf leisetretende Widersacher einwirken.


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