Initiative `Wahlabsage / Mehr Demokratie, weniger Politik'Initiative `Wahlabsage / Mehr Demokratie, weniger Politik'



Nichtwähler hatten über Jahrzehnte einen denkbar schlechten Stand in der Öffentlichkeit und sahen sich
viel Kritik und Anfeindungen ausgesetzt. Seit dem Wahlsieg Donald Trumps, dem verlorenen Brexit-
Referendum und dem Aufkommen der AfD begegnen Politiker und Meinungsmacher ihnen mittlerweile
jedoch mit deutlich mehr Nachsicht. Was steckt hinter dieser neuen Sanftheit: Pragmatismus oder Heuchelei ?



Initiative 'Wahlabsage'
IMAGEWANDEL

Bringen Trump & Co die Wende ?

Seit dem Wahlsieg Donald Trumps, dem verlorenen Brexit-Referendum und dem Aufkommen der misanthropen AfD begegnen Politiker der Altparteien und Meinungsmacher den Nichtwählern in Deutschland mit auffallend mehr Nachsicht. Doch was steckt hinter dieser neuen Sanftheit: Pragmatismus oder Heuchelei ?

# Der demokratische Kontext unserer Initiative: Im Umfeld der Demokratie oder der Demokratur ?

# Deutschland ist nicht Weißrussland, Berlin nicht Minsk ... und Wowereit nicht Lukaschenko




Asad Schwarz-Msesilamba macht sich für die `kreative Mitte´ Gedanken über direkte Demokratie
LEBENSLÜGEN

Links gewählt

Ausnahmslos jeder respektable politische Akteur wird sich in diesen Tagen realistischerweise im politischen Spektrum `links´ verorten, wenngleich `linkes Fühlen´ durchaus nicht zwangsläufig zu `linkem Handeln´ führen muss. Nicht zuletzt, da das Politische heute kaum noch Macht hat und an diesem Zustand ohne Gewalt nichts zu ändern ist.

# Bürgerschaftswahl Hamburg 2015: Unsachliche Debatten verschärfen Nichtwähler-Phänomen

# Gegen die grassierende Panikmache: Nichtwähler-Phänomen sollte nicht überbewertet werden




Initiative 'Wahlabsage'
WAHLPFLICHT

Wenig Rückendeckung

Zu wenig Rückendeckung durch die Bürger führte zur vorübergehenden Umbenennung unserer Initiative und zu einer Neuausrichtung, die auch eine allgemeine Wahlpflicht in Erwägung zog. Unsere Aktivistin Uta Hanak sah sich in dieser Überlegung zeitweilig von entsprechend argumentierenden Politikern wie Jörn Thießen (SPD) bestätigt.

# Die vielgescholtenen Wutbürger à la 'Pegida' spazieren lieber in Dresden als nach Stalingrad

# Demotiviert durch Angela Merkel oder Sigmar Gabriel ? Diskussion über Nichtwähler





Initiative 'Wahlabsage'
IDEOLOGIEN

Weder links noch rechts ?

Was ist heutzutage eigentlich noch 'links' und was 'rechts' ? Diese Frage beschäftigt nicht nur den einen oder anderen verträumten Feuilletonisten, sondern auch uns von der Initiative 'Wahlabsage'. Wir haben uns daher informiert im vermeintlich staatsbejahenden Rotwein-Milieu und bei einer dem Anarcho-Kapitalismus zugeneigten Karrierefrau.

# Irritation im links/rechts-Schema beendet: Libertäres Refugium von Bankstern zwangsgeräumt

# Nabel der linksintellektuellen Welt: Deutsche Theatermacher beglücken Merkel, Gabriel und Co.


'Wahlabsage' ist eine Initiative der Politik- und Kunstplattform 'moderne21'




Initiative WAHLABSAGE
Impressum, Press Kit, Basis




Video
Aktionsvideo 'Wahlabsage'
AKTIONSCLIP

Video
Wahlspots FÜR Politiker
WAHLSPOTS




weitere Initiativen und Bündnisse unter dem Dach von `moderne21´
Projekt 'Wahl-los': Nichtwähler
Partei der Nichtwähler
Von der Doofheit der Nichtwähler
Einsatz für modernes Wahlrecht




Diskussion
Diskussion über Nichtwähler anlässlich der Bundestagswahl
NICHTWÄHLER

Video
Diskussion u.a. zum Thema 'Wahlpflicht für Nichtwähler'
WAHLPFLICHT




an dieser Initiative beteiligte Aktivisten und Schauspieler
Ninoschka Schlothauer, Uta Hanak,
Asad Schwarz-Msesilamba, Malah
Helman,MarcoAmmer,AliceGrinda,
Kristof Gerega, Benjamin Hirt.




zivilgesellschaftliches Bündnis unter dem Dach von `moderne21´
Bündnis `Kreative Mitte´
KREATIVE MITTE

Video
Video 'Weder links noch rechts'
LINKS / RECHTS ?




anstehende Wahlen lt. Bundeswahlleiter
26.03.17 - Saarland (Landtag)
(unter Ausschluss der Bürger:)
12.02.17 - Bundespräsidentenwahl






"Würden Wahlen etwas ändern, wären sie verboten." (Kurt Tucholsky)
"Willst Du wissen, wer Dich beherrscht, finde heraus, wen Du nicht kritisieren darfst." (Voltaire)
"Keines Menschen Leben, Freiheit und Eigentum ist sicher, wenn das Parlament tagt." (Mark Twain)
"Es wird nie soviel gelogen wie vor der Wahl, waehrend des Krieges und nach der Jagd." (Otto von Bismarck)




Initiative 'Wahlabsage'
RESONANZ

Nichtwählerprojekt in der Kritik

Die bei ihrem Start zunächst noch populistisch angehauchte Initiative 'Wahlabsage' setzte sich bereits vor ihrer Umbenennung mit dem Nichtwählerphänomen auseinander. Unter der Devise „Mehr Demokratie, weniger Politik“ wurden leider auch schräge Töne angeschlagen, bis man sich zum Glück auf staatstragendere Aktionen einigen konnte.

# Mit ein wenig gutem Willen geht es auch anders: Lob aus Baden für Projekt 'Wahlzusage'

# Im Eifer übersehen: Vermeintliche Kronzeugin für dumme Nichtwähler war nur Hörspielfigur




Initiative 'Wahlabsage'
STIFTUNGSGELD

Erfolg ohne Quote

Jährlich vergibt die Stiftung `moderne21´ Fördergelder an eine besonders verdiente zivilgesellschaftliche Initiative. Zuletzt holte unsere Mittels`frau´ Aleyna Gökdal die Mittel zu `Wahlabsage´. Diese Initiative tritt zwar für jedwede Quotierung in der Berufswelt ein, aber dass es in diesem Fall ganz ohne ging, erfüllt uns doch mit einem gewissen Stolz.

# Mit positiven Vibrationen für ein gutes Wähler-Kharma: Die Schwingungen der Nichtwähler

# Politisch abgesichert: Souveräne Berichterstattung über Gewaltverbrechen




Initiative 'Wahlabsage'
EIGENNUTZ

Verständnis und Ablehnung

Manche politischen Aktivisten reagieren auf die wachsende Nichtwählerbewegung in Deutschland weniger besorgt oder besonnen, sondern aggressiv und polemisch. Ein junger chaotisch und leichtfertig wirkender Mann empfiehlt Personen, die etwas ändern wollen, von den Wahlurnen fernzubleiben und lieber ganz auf politische Betätigung zu verzichten.

# Dinge, die `Normalbürger´ nicht verstehen müssen: Fünfe gerade sein lassen

# Hiatus zwischen Innenminister und Künstler: Ehrlicher Gestank oder politische Hygiene ?




Initiative 'Wahlabsage'
INTIMSPHÄRE

Wählen oder Ausschlafen ?

Die Frage 'Wählen oder Nicht-Wählen' entzweit in letzter Zeit die Meinungen sowohl professioneller als auch normaler politischer Beobachter in der Bundesrepublik. Exemplarisch hierfür steht die Erfahrung einer morgens um sechs von übereifrigen staatlichen Aufklärern aus dem Schlaf gerissenen Nichtwählerin ...

# Vorschlag einer ungewöhnlichen Taktik für unruhige Zeiten: Querwählen gegen die Finanzkrise

# Moderne Menschen sind für hohe Staatsquoten: Konsequente Courage auch im Steuerwesen

# Bürgerliche Mehrheit im Wiesbadener Landtag: Hessen muss auf Wahlrechts-Reformen warten


Bundestags-Parteien
CDU (Christlich demokr. Union)
SPD (Sozialdemokr. Partei D's)
Die Linke (Die Linke)
AfD (Alternative für Deutschland)
Die Grünen (Bündnis 90/Die Grünen)
CSU (Christlich-Soziale Union)




Fotostrecke
Goldene Momente bei den Wahlbefürwortern
WAHLVOLK

Empfehlung
Hörspiel 'Schmerz statt Kommerz' um ideologische Nostalgie und politisch korrekte Nachrichten
HÖRSPIEL




Internet-Auftritte
Deutscher Bundestag
Bundeswahlleiter
Bundesverfassungsgericht




Diskussion
Diskussion zum Thema 'politische Aktionskunst'
POL. AKT.KUNST

Diskussion
Diskussion zum Thema 'Berliner Mehrwert' (Zusammenfassung)
BERL. MEHRWERT




Interviews über das Wahlzusage-Projekt
On3Radio (BR) (2:37 Min)
Telepolis (2008) (Artikel)
Telepolis (2013) (Artikel)
taz NORD (2015)




Diskussion
Diskussion zum Thema 'Nichtwähler' u.a. mit Martin Efler ('Mehr Demokratie e.V.') und Martin Reiter (Kunsthaus Tacheles) - 2009
DEMOKRATIE

Diskussion
Nichtwähler-Diskussion mit F.F. Weyh
WAHLRECHT







ZIVILGESELLSCHAFTLICHE INITIATIVEN UNTER DEM DACH VON moderne21:

DIE NAMEN DER BETEILIGTEN SIND AUF DEN JEWEILS VERLINKTEN SEITEN AUFGEFÜHRT





IMAGEWANDEL

Politiker fürchten Wähler inzwischen mehr als Nichtwähler

Wahlverweigerer hatten über Jahrzehnte einen denkbar schweren Stand in der Öffentlichkeit und sahen sich viel Kritik und Anfeindungen ausgesetzt. Seit dem Wahlsieg Donald Trumps, dem verlorenen Brexit-Referendum und dem Aufkommen der AfD begegnen Politiker der Altparteien und Meinungsmacher ihnen mittlerweile jedoch mit auffallend mehr Nachsicht. Was steckt hinter dieser neuen Sanftheit: Pragmatismus oder Furcht ?

Designierter US-Präsident Donald Trump Als die Initiative ‚Wahlabsage – Mehr Demokratie, weniger Politik‘ im Jahr 2008 ihre Arbeit aufnahm, schlug der von ihnen verteidigten Gruppe bewusster Nichtwähler öffentlich ein hohes Maß an Ablehnung entgegen. Die stetig sinkende Wahlbeteiligung beschädigte das Bild der harmonischen Konsensdemokratie. Der immer wieder neu ins mediale Blickfeld gerückten Gruppe der Nichtwähler wurde zu Unrecht die Rolle der Sündenböcke für das Unbehagen breiter Bevölkerungsschichten an der ausufernden Parteiendiktatur zugewiesen.

Die Aktivisten sehen sich mittlerweile jedoch mit dem Phänomen konfrontiert, dass Parteipolitiker und Meinungsführer ihre Anfeindungen ihnen gegenüber drastisch reduziert und das Thema ‚Wahlverweigerung‘ weitgehend von ihrer Agenda gestrichen haben. Hatten sich bis vor kurzem beispielsweise noch SPD-Politiker, wie Jörn Thießen, für eine Wahlpflicht stark gemacht, so scheint man bei den Sozialdemokraten inzwischen froh, wenn möglichst viele Nichtwähler, deren Sympathien man offenbar bei der AfD vermutet, den Wahlurnen fern bleiben.
Mit-Initiator und Mediensoziologe Hartmut Lühr: „Als besonders ehrlich kann man diese neu zu beobachtende Langmut gegenüber der Gruppe der Nichtwähler nicht bezeichnen. Wenn die Bürger die sich dahinter verbergenden Motive erst einmal durchschauen, wird dies weitere Parteienverdrossenheit zur Folge haben. Die etablierten Parteien sollten lieber den Mut finden, sich von den Lobbyverbänden ab- und den Bürgern wieder zuzuwenden.“


Initiative WAHLABSAGE

Mehr Demokratie, weniger Politik

Nur weil sich ein unheilvoller Vorgang in regelmäßigen Abständen wiederholt, verliert er nicht an Gefährlichkeit: Gewohnheitswähler schädigen aus vordergründig ehrenhaften Motiven die Demokratie. Dagegen leisten bewusste Nichtwähler einen völlig verkannten Beitrag zur Modernisierung. Wir müssen ihnen moralisch den Rücken stärken.

Bereits seit Jahren machen immer weniger Bürger von ihrem demokratischen Wahlrecht Gebrauch. Als Argument wird häufig angeführt, zu viele Politiker würden mit ihrem Tun und selbst mit ihrem Nichtstun Menschen schaden, ihnen die Projekt 'Wahlabsage'Unwahrheit sagen oder sie sogar finanziell übervorteilen. Wie auch immer das individuelle Fernbleiben von der Wahlkabine begründet wird, so sieht sich die Gruppe der Nichtwähler zunehmenden Anfeindungen durch Politik und Medien ausgesetzt. Dabei entsprechen nicht abgegebene Wählerstimmen oft noch nicht einmal bewussten Verweigerungen, sondern haben vielfach ganz banale Ursachen. Dennoch werden sie nach bedeutenden Wahlen häufig automatisch den Gegnern der modernen Parteiendemokratie zugerechnet. Diesen Fehler will unsere Initiative nicht begehen, daher rückt sie ausschließlich bewusste Nichtwähler ins Blickfeld der politischen Diskussion.

Vor allem die Massenmedien erinnern die Fernsehzuschauer, Radiohörer, Zeitungsleser und Internetsurfer regelmäßig daran, ihrer vornehmsten staatsbürgerlichen Pflicht nachzukommen: dem Gang zur Wahlurne. Das Nichtwähler-Phänomen geht mehr und mehr mit der Verunsicherung staatlicher Entscheidungsträger einher: Wenn einer Demokratie die Wähler ausgehen, stellt sich schnell die Frage nach der Legitimation der politischen Entscheidungsträger. Man fragt sich unwillkürlich, wie wohl die Väter und Mütter des Grundgesetzes den Versuch kommentieren würden, eine vermeintlich verantwortlichere und vernunftgeleitetere Politik durch unvorhersehbares Verhalten, wie den stetig zunehmenden Boykott der Stimmabgabe, erzwingen zu wollen.

Die Antwort kann aus unserer Sicht nur in der konsequenten Modernisierung des Wahlrechts hin zu mehr Transparenz und Partizipation liegen. Dass die Nichtwähler diesbezüglich mit dem einzigen Mittel, über das sie als einfache Bürger verfügen, Druck auf das bestehende System ausüben, ist entgegen der weitverbreiteten Meinung äußerst positiv zu sehen. Daher erscheint die zunehmend ablehnende Haltung ihnen gegenüber antiquiert und wohl lediglich der Besitzstandswahrung privilegierter Kreise geschuldet.


ABGEORDNETENHAUSWAHL BERLIN 2016

Berliner Nichtwähler verspüren Rückenwind

Regelmäßig vor und nach Landtags-, Bürgerschafts- und Bundestagswahlen sahen sich bekennende Nichtwähler stets heftiger Kritik von Politik und Medien ausgesetzt. Hiermit wurde versucht, von der Unlösbarkeit grundlegender Probleme im gegenwärtigen politischen System abzulenken. Doch mittlerweile erfahren Wahlverweigerer mehr Verständnis. Auch in der Hauptstadt Berlin.

Rotes Rathaus, BerlinAls die Initiative ‚Wahlabsage – Mehr Demokratie, weniger Politik‘ im Jahr 2008 ihre Arbeit aufnahm, schlug bewussten Nichtwählern öffentlich ein hohes Maß an Ablehnung entgegen. Die stetig sinkende Wahlbeteiligung beschädigte zunehmend das Bild der harmonischen Konsensdemokratie. Der damals noch wenig ins mediale Blickfeld gerückten Gruppe der Nichtwähler wurde zu Unrecht die Rolle der Sündenböcke für das Unbehagen breiter Bevölkerungsschichten an der ausufernden Parteiendiktatur zugewiesen.

Unsere Aktivisten sahen sich aufgrund des wachsenden öffentlichen Drucks vorübergehend veranlasst, ihre Initiative in ‚WahlZUsage – Mehr Politik, weniger Demokratie‘ umzubenennen, was die Absurdität der teilweise hysterisch geführten Diskussion unterstrich. Mit-Initiator und Mediensoziologe Hartmut Lühr: „Dieser aus der Not geborene PR-Kunstgriff hat dazu geführt, dass auf medialer und politischer Seite der Blick auf das Nichtwähler - Phänomen inzwischen wieder von einer dem wichtigen Thema angemessenen Nüchternheit geprägt wird. Bewusste Nichtwähler sind nicht automatisch Feinde der parlamentarischen Demokratie, sondern können ganz im Gegenteil Anstoß und Druck zu notwendigen Modernisierungen liefern.“

Die folgerichtig wieder in ‚WahlABsage‘ rückbenannte Nichtwähler-Initiative blickt daher den Wahlen zum Abgeordnetenhaus in Berlin am 18. September mit Gelassenheit entgegen. Sie erwartet diesmal deutlich weniger politische und mediale Ausfälle gegen Wahlverweigerer als noch vor wenigen Jahren.