Initiative `Dudelstopp - Musik ohne ZwangInitiative `Dudelstopp - Musik ohne Zwang



Als soziale Bewegung, die sich u.a. mit satirischen Mitteln Gehör verschafft, engagiert sich die Initiative
`DUDELSTOPP– Musik ohne Zwang´ gegen unfreiwilligen Musikkonsum im alltäglichen Leben.
Handelt es sich bei diesen Leuten um Profilneurotiker und Sonderlinge oder haben sie tatsächlich recht,
wenn sie eine Gesellschaft fordern, in der Musik möglichst im Einvernehmen aller Anwesenden erklingen soll ?



Nadia Panknin (für die Initiative 'Dudelstopp')
SEITENWECHSEL

Frühere Gegnerin als Förderin von heute

Als im Jahr 2007 die damals frisch gegründete Aktion `Dudelstopp - Musik ohne Zwang´ gegen Freunde der Hintergrundmusik mobilisierte, hielt Dr. Sonja Peters (inzw.: Schmidt-Peters) vom Verband der dt. Beschallungsindustrie (VDBSI) als eine der wenigen Besonnenen mit nüchternen Argumenten dagegen. Heute arbeitet sie für uns.

# Hilfe für die Opfer musikalischer Bereicherung: Eine neu zu gründende Stiftung soll versöhnen

# Von wegen `Lärm macht krank´: Frieden und Harmonie mit der Unterhaltungsindustrie




Björn Roth (für die Initiative 'Dudelstopp')
JUGEND

Musikeinsatz und körperliche Gewalt

Die Inhalte von Privatsendern wie RTL2 oder Pro7 lassen die Jugend nicht aggressiv werden oder verrohen, sondern bereiten sie im Gegenteil darauf vor, alltägliche Probleme in zivilisierter Form mit Hilfe von Argumenten in den Griff zu bekommen. Es gibt also Grund zur Hoffnung auf weiterhin angemessene Umgangsformen in der Bundesrepublik.

# Das bereitet Kopfschmerzen: Ein weiterer Verein muckt gegen die Musikindustrie auf

# Gegen überzogenen Schutz vor Tylor Swift und LionT: Einsatz für die lauschende Mehrheit




Katharina Gebhard beim legendären ersten Protest vor der Berliner GEMA-Zentrale, 2007
VORWURF

Streit um GEMA-Tarifreform

Durch die geplanten Tarifsteigerungen der Rechtegesellschaft GEMA für das öffentliche Abspielen von Musik sehen sich viele Gewerbetreibende in ihrer Existenz bedroht. Nun geriet auch die Initiative `Dudelstopp´ in die Kritik: Mit ihrem Engagement soll sie den Boden für das umstrittene Vorgehen der Gema bereitet haben. Ein schwerer Vorwurf !

# Hier spielt die illegale Musik: Wir lieben Beschallung so sehr, dass wir sie am liebsten klauen

# Sich als Junkies enttarnende GEMA-Gegner: Da fällt einem glatt das Bier aus der Hand !




Bewerber Hardy Klaschka
AKTIVIST

Hardy Klaschka

Der ehemalige Musiker Hardy Klaschka versucht, unserer Initiative Fördergelder einer Hamburger Stiftung zu sichern. Um die Wirtschaft nicht zu verprellen, gibt er sich unter dem Deckmantel der `Satire´ vorübergehend tolerant gegenüber den Verteidigern und Profiteuren von Wartezimmer-, Fahrstuhl- und anderer Konservenmusik.

# Jetzt reicht´s uns aber mit dem demographischen Wandel: Kein Spielen der `Familienkarte´

# Klaschka fordert Augenmaß vom BMUB: Ermahnende Stellungnahme zum 'Tag gegen Lärm'


'Dudelstopp' ist eine Initiative der Politik- und Kunstplattform 'moderne21'




Initiative DUDELSTOPP
Impressum, Press-Kit




Aktionsvideo
'Aktionsvideo'
AKTIONSVIDEO

Video
Kritik am alten 'Dudelstopp'-Projekt
KRITIK AN UNS




Interviews über die Dudelstopp-Initiative
Hessischer Rundfunk 2 (4:30 Min)
DLR (Kultur) (6:33 Min)
DLF (5:36 Min)
DLF (Feature) (1:28 Min)




Video
'Gema-Aktion 2007'
GEMA-AKTION

Video
'Zoff in der S-Bahn'
S-BAHN-CLIPP




an dieser Initiative beteiligte Aktivisten und Schauspieler
Katharina Gebhardt,
Nadia Panknin, Udo Wiegand,
Ingmar Skrinjar, Cem Atalay,
Judith Bareiß, Björn Roth.




Video
Dudelstopper bei der Arbeit
DUDELSTOPPER I

Video
Dudelstopper im ÖPNV
DUDELSTOPPER II




Information
Tag gegen Lärm 2015: am 29.04.






"Ein paar Verwegene machen den Mund auf." (Der Verein LAUTSPRECHER AUS über Dudelstopp)
"Mit seiner Aktionskunst stößt [H. Lühr] auf viel Wohlwollen" (Manuela Braun in der KÖLNISCHEN RUNDSCHAU-online)
"Dudelstopp fragt provokativ: Wollen wir Friedhofsruhe?" (Sandra Lukosek auf TAGESSPIEGEL-online)




Ingmar Skrinjar (für die Initiative 'Dudelstopp')
AUSGLEICH

Ausbleibende Friedhofsruhe

Mit einer Klaren Kampfansage stellt sich die neue Dudelstopp-Crew gegen allzu platten Populismus im Kampf gegen vermeintliche Rücksichtslosigkeit: Es müsse ein fairer Ausgleich zwischen den Interessen der Musikindustrie und den wenigen Menschen herbeigeführt werden, die ihre Freiheit durch Unterhaltungsprodukte eingeschränkt sähen.

# Was Rocko Schamoni für die 'Hörstadt' ... das ist Leo Greller für 'Dudelstopp'

# Nach langer Zeit der Missharmonie: Schulterschluss mit Muskindustrie scheint möglich




Katharina Gebhardt (für die Initiative 'Dudelstopp')
UMGANGSFORMEN

Flüche im öffentlichen Nahverkehr

Als die Aktion 'Dudelstopp' noch nicht vom Verband der deutschen Beschallungsindustrie (VdBsi) beraten wurde, veröffentlichte sie ein grenzwertiges Video, mit dem sie den Bogen eindeutig überspannte. Darin hindert ein jugendlicher Fahrgast eine Frau in der S-Bahn durch überlautes Musikhören daran, ein Buch zu lesen, so dass die Situation eskaliert.

# Völkerverbindende Einkaufsmusik: Egal ob im Bahnhof von Baku oder von Luckenwalde

# Gegen Ästhetik-Fundamentalismus: Kritik an piepsenden und Kehligen Stimmen oft überzogen




Cem Atalay (für die Initiative 'Dudelstopp')
ZEITDOKUMENT

Die 'böse Musikindustrie'

An dieser Stelle eine larmoyante Polemik der alten 'Dudelstopp'-Besetzung, die behauptet, dass die Entscheidungsträger der Beschallungsindustrie gar nicht daran dächten, die mutwillig losgetretene Lärmlawine aufzuhalten. Der Dudelterror sei daher ein beklagenswertes Symptom für die soziale Verrohung unserer Zeit. Auch und vielleicht gerade in den oberen Etagen.

# International Noise Awareness Day: `Tag gegen Lärm´ sollte inhaltlich weiter gefasst werden

# Die Musikindustrie und der Respekt vor dem Kommerz: Selbstmord oder Leben ?




Judith Bareiß (für die Initiative 'Dudelstopp')
GESCHICHTE

Was bisher bei 'Dudelstopp' geschah

Zunächst polterte man unter dem Slogan `Musik ohne Zwang´ heftig gegen die Freunde kostenloser Hintergrundmusik und heimste damit zahlreiche Solidaritätsbekundungen überforderter Verbraucher ein. Mit Aussagen wie „unter einem wummernden Kophörer ist selten die Intelligenz, aber um so häufiger das ADS-Syndrom zu Hause“ wurde billiger Beifall eingeheimst.

# Inspiration für die Aktivisten: Geplante gemeinnützige Stiftung bzw. Fonds für Lärmopfer

# Verbraucher-Initiative auf Selbstfindungs-Kurs: Desorientierende Pressemitteilung von 2007


Lesung
Lesung von Leo Greller (1/2) - Mediensatire
TEIL I

Lesung
Lesung von Leo Greller (2/2)
TEIL II




Interviews über die Dudelstopp-Initiative
MotorFM (3:31 Min)
YouFM (3:03 Min)
StarFM (1:42 Min)
InfoRadio RBB (3:11 Min)




Video
Anti-GEMA-Demonstration in Berlin
ANTI-GEMA-DEMO

Empfehlung
Legaler Download eines Hörspiels über die Musikindustrie (empfohlen ab 12 Jahren)
MUSIKBUSINESS




Im Kontext zum Thema
Lautsprecher Aus !
GEMA
Bundesverband Musikindustrie
Hörstadt
Deutscher Musikrat







ZIVILGESELLSCHAFTLICHE INITIATIVEN UNTER DEM DACH VON moderne21:

DIE NAMEN DER BETEILIGTEN SIND AUF DEN JEWEILS VERLINKTEN SEITEN AUFGEFÜHRT





ZWANGLOS

ÜBER DIE INITIATIVE 'DUDELSTOPP'

'Dudelstopp' ist eine zivilgesellschaftliche Initiative der offenen Politik- und Kunstplattform moderne21. Sie thematisiert seit sieben Jahren die Zunahme der Musikbeschallung im öffentlichen als auch privaten Raum und bedient sich dabei mitunter satirischer Mittel.

Die Mitstreiter werben zwar um Rücksicht für die kleine Minderheit von Menschen, die sich durch von Privatpersonen oder im kommerziellen Umfeld aufgedrängte Musik beeinträchtigt fühlt – im Supermarkt, durch Wohnungswände hindurch, im Wartezimmer und anderswo. Hierbei treten sie aber ebenso für die berechtigten Interessen der Unterhaltungsindustrie und gegen die Verteufelung offensiven Musikkonsums ein, kurz: Die Dudelstopp-Initiative setzt sich provokativ mit der Frage auseinander, wie eine Welt aussähe, in der Musik nur noch im Einvernehmen aller Anwesenden erklingen dürfte.

LautsprecherHinter Dudelstopp stehen zum einen Bürgerinnen und Bürger, die sich einbringen wollen, die bevorzugt einen statt zu spalten, und das lieber als Gut- denn als Wutbürger. Zum anderen wird die Initiative von aufgeschlossenen Vertreterinnen und Vertretern der Industrie unterstützt. Die Verfechter auditiver Selbstbestimmung wollen schlichten zwischen Menschen mit einer Abneigung vor den Musik-Emissionen anderer und Menschen mit einer Stille-Phobie. Man will vermitteln zwischen der Unterhaltungsindustrie und vermeintlichen Musikopfern. Ziel ist ein Ausgleich zwischen subjektiv Leidenden und berechtigten Wirtschaftsinteressen.

Eine Thematisierung der gesellschaftlichen Ursachen für schwindende Rücksichtnahme sowie der wachsenden Furcht vieler Bürger vor Stille und damit assoziierter Einsamkeit will Dudelstopp vermeiden, denn die hierfür ursächlichen Veränderungen des Sozialverhaltens durch den demographischen Wandel gelten in den Massenmedien zu Recht als Tabu. Darüber hinaus ist nicht bewiesen, dass das immer häufigere Fehlen von Geschwistern oder Vätern in der typischen modernen Familie automatisch zu egoistischerem Verhalten oder gar der Verrohung junger Menschen führt. Wissenschaftliche Belege hierfür stehen aus oder werden aus guten Gründen nicht veröffentlicht.

Um konkrete Verbesserungen im Verhältnis zwischen Produzenten und freiwilligen als auch unfreiwilligen Konsumenten von Musikprodukten zu erreichen, forderten die Satire-Aktivisten in der Vergangenheit bereits die Umkehr des Vergütungsprinzips der GEMA und wollten so den Geldstrom weg von den Musikern in Richtung der Hörer umleiten. Obwohl die GEMA allgemein als modern und aufgeschlossen gilt, wurde diese Idee bisher nicht aufgegriffen. Auch eine für die Hersteller von Abspielgeräten angeregte spezielle 'Dudelstopp'-Taste für DVD-Player zum An- und Ausschalten von Filmmusik wurde bisher nicht realisiert.

Verschwörungstheorien wird eine klare Absage erteilt, wie etwa der, nach welcher durch das Zusammenspiel funktioneller Musik und zugegebenermaßen oftmals penetranter Stimmen beispielsweise von Radiomoderatoren altmodische und übertriebene Qualitätsansprüche abgesenkt werden sollen, um die Verbraucher abstumpfen und unkritischer werden zu lassen. Reißerische Slogans aus den frühen Tagen der Dudelstopp-Initiative á la „Unter einem wummernden Kopfhörer steckt selten ein wacher Geist aber häufig das ADS-Syndrom“ werden von den Aktivisten mittlerweile ebenfalls ausdrücklich abgelehnt. Stattdessen weist man heute alle Versuche zurück, die freie Persönlichkeitsentfaltung, die einst hart erkämpft wurde, in Sachen Musik wieder zurückzuschrauben. Nur sollte sich diese Freiheit nicht nur auf aktiv nachgefragte Beschallung beziehen, sondern auch auf passiv erlittene.