Initiative `Dudelstopp - Musik ohne ZwangInitiative `Dudelstopp - Musik ohne Zwang



ENGAGEMENT

Einsatz für die lauschende Mehrheit

Um konkrete Verbesserungen im Verhältnis zwischen Produzenten und freiwilligen als auch unfreiwilligen Konsumenten von Musikprodukten zu erreichen, wirbt die Initiative 'Dudelstopp' für die Einrichtung eines freiwilligen Hilfsfonds durch die Unterhaltungsindustrie. Er ist für diejenigen gedacht, die sich durch den zunehmenden Einsatz vermeintlich allgegenwärtiger Abspielgeräte beeinträchtigt fühlen. Mit Hilfe eines geringen finanziellen Beitrags der Hersteller von Unterhaltungselektronik könnten bereits in naher Zukunft Lärmschutzmaßnahmen, therapeutische Hilfe und öffentliche Aufklärungsarbeit finanziert werden.

Es handelt sich dabei nicht um den ersten Vorschlag der 'Dudelstopper': In der Vergangenheit forderten die Satire-Aktivisten bereits die Umkehr des Vergütungsprinzips der Gema und wollten so den Geldstrom weg von den Musikern in Richtung der Hörer umleiten. Obwohl die Gema allgemein als modern und aufgeschlossen gilt, wurde diese Idee bisher nicht aufgegriffen. Auch eine für die Hersteller von Abspielgeräten angeregte spezielle 'Dudelstopp'-Taste für DVD-Player zum An- und Ausschalten von Filmmusik wurde bisher nicht realisiert.
Die Akteure der Initiative 'Dudelstopp' verblüffen unterdessen mit ungewöhnlich offenen und ehrlichen Positionen: So vertreten sie die These, dass die Bereitstellung von Gratisbeschallung im öffentlichen Raum ein Segen für alle diejenigen ist, die sich teure Musik nicht leisten könnten – hiermit wird nicht zuletzt eine Lanze für Millionen Hartz IV-Abhängige gebrochen. Übersensitiven Musikgegnern halten sie unterdessen vor, dass diese weitaus mehr Toleranz einfordern als Menschen mit einem gesunden Bedürfnis nach musikalischer Untermalung und Akzentuierung ihres Alltagslebens.
Auch Verschwörungstheorien wird eine klare Absage erteilt, wenn die Aktivisten um Dr. Sonja Peters und Hartmut Lühr bestreiten, dass durch das Zusammenspiel funktioneller Musik und zugegebenermaßen penetranter Stimmen beispielsweise von Radiomoderatorinnen altmodische und übertriebene Qualitätsansprüche abgesenkt werden sollen, um die Verbraucher abstumpfen und unkritischer werden zu lassen. Stattdessen werden konsequent alle Versuche zurückgewiesen, die freie Persönlichkeitsentfaltung, die einst hart erkämpft wurde, in Sachen Musik wieder zurückzuschrauben.





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