Die dem `Berliner Mehrwert´-Bündnis übergeordnete Initiative `Wir-sind-wichtig - Der Wirtschaft zuliebe !´Bündnis `Berliner Mehrwert - Die Hauptstadt geht vor´



Die Kritik daran, dass Berlinerinnen und Berliner als Hauptprofiteure des Länderfinanzausgleichs
de facto `mehr wert´ sind als Bewohner anderer Bundesländer, läuft ins Leere. Vielmehr werden aus der
von den Hauptstädtern geleisteten gesellschaftspolitischen Pionierarbeit früher oder später alle Bürger großen
Nutzen ziehen, denn die Aufwertung des Berufs- gegenüber dem Familienleben ist unumkehrbar.Mehr zum Selbstverständnis des Bündnisses für den BERLINER MEHRWERT (I)Mehr zum Selbstverständnis des Bündnisses für den BERLINER MEHRWERT (II)



Dirk Eykenboom (für das Bündnis 'Berliner Mehrwert')
GLEICHSTELLUNG

Sühne als Chance

Das Gezerre um den Länderfinanzausgleich bietet die Chance, auch noch auf anderen gesellschaftspolitischen `Baustellen´ voranzukommen: Gender-Mainstreaming, Gleichstellung und die dringend gebrauchten Quotenregelungen für Frauen und später auch für andere benachteiligte Gruppen. Männer haben hier eine uralte Bringschuld zu begleichen.

# Gender-Mainstreaming, Gleichstellung und Quotierung: Rückendeckung durch progressive Kräfte

# Keine Chance für Diskriminierung und Rassismus: Berliner Senat lenkt Testosteronbomber um




Ingrid Gokeler (für das Bündnis 'Berliner Mehrwert')
URBANITÄT

Die Frau auf der Straße

Wenn man die Themen 'quasi-staatlicher Zwang zu hedonistischen Lebensstilen', 'Selbstausbeutung in der digitalen Bohème' und 'Vereinsamung durch Individualismus' behandelt, kommt man um eine Bestandsaufnahme über das Leben in der Hauptstadt Berlin nicht herum. Glücklicherweise erweisen sich viele Einwohner der Spree-Metropole als sehr auskunftsfreudig.

# Zögert bei Unterstützung für uns: Bürgermeister und Bundesverdienstkreuzträger Wowereit

# Unverantwortlich, sexistisch und niveaulos: Romantische Verklärung junger urbaner Mütter




Benjamin Krause (für das Bündnis 'Berliner Mehrwert')
PARTY

Mehr Geld für Sexyness

Im Zuge der Aktion 'Wir Berliner sind wichtig(er)' wurden Bewohner der Hauptstadt über ihre Meinung zum Verhältnis zwischen der einzigen deutschen Metropole und dem Rest der Republik befragt. Darunter auch ein junger Szenegänger, der sich mittels eines Spaziergangs durch die Stadt von einer chilligen Clubnacht in Prenzlauer Berg erholte.

# Verteilungsgerechtigkeit auf dem Prüfstand: Experten-Diskussion über den 'Berliner Mehrwert'

# Söders Bayern `wettert´ gegen Wowereits Berlin: Bayerns Kälte gegen Berlins Wärme




Diskutantin Sonja Peters
GLEICHSTELLUNG

Pluspunkte für Berlin

Die durch den Gesetzgeber geförderte Angleichung der Geschlechter, die in Berlin bereits besonders weit fortgeschritten ist und die das tägliche Zusammenleben weiblich und männlich geprägter Menschen weitaus erträglicher macht als dies noch vor wenigen Jahren der Fall war, ist nur ein Aspekt der Fortschrittsorientierung der Hauptstadt.

# Begründeter Mehrwert durch Gleichstellung und Antidiskriminierung: Weitere Pluspunkte für Berlin

# Verständlicherweise etwas übersensibel bei politischer Unkorrektheit: Die Single-Generation


Für die dem BERLINER-MEHRWERT-Bündnis übergeordnete Initiative `Wir-sind-wichtig´ zeichnet die freie Kunst- und Politikplattform `moderne21´ verantwortlich




Bündnis BERLINER MEHRWERT - Die Hauptstadt geht vor
Impressum




Video
Aktionsvideo 'Berliner Mehrwert'
AKTIONSVIDEO

Video
Video 'Parkbank-Dialog'
PARKBANK-DIALOG




BERLINER MEHRWERT ist ein Bündnis, das von der Initiative `Wir sind wichtig´ ins Leben gerufen wurde
Wir-sind-wichtig




Diskussion
Video-Mitschnitt der 'Berliner Mehrwert'-Diskussion im 'Kunsthaus Tacheles' [2010]
'MEHRWERT'-VIDEO

Diskussion
Audio-Mitschnitt der 'Berliner Mehrwert'-Diskussion im 'Kunsthaus Tacheles' [2010]
'MEHRWERT'-AUDIO




Fotostrecken
Kreative-Mitte, Dudelstopp,
Wahlzusage, Gewalt-geht-immer,
Leo Greller, Wir-sind-wichtig.




Fotostrecke
Typisches-Berlin-Fotostrecke
TYPISCH BERLIN

Fotostrecke
Aktion 'Art-Mob'
PERFORMANCE




an dieser Initiative beteiligte Aktivisten und Schauspieler
Dirk Eykenboom, Ingrid Gokeler,
Benjamin Krause, Nadia Panknin.







ZIVILGESELLSCHAFTLICHE INITIATIVEN UNTER DEM DACH VON moderne21:

DIE NAMEN DER BETEILIGTEN SIND AUF DEN JEWEILS VERLINKTEN SEITEN AUFGEFÜHRT





Diskutant Daniel Fallenstein
ELITE

Solidarität vs. kreative Faulheit ?

Seit einiger Zeit ist das Phänomen des 'Berliner Mehrwerts' Gegenstand einer neuen Gerechtigkeitsdiskussion um die nicht zuletzt durch den Länderfinanzausgleich bedingte finanzielle Besserstellung der Hauptstädter auf Kosten der Steuerzahler in anderen Bundesländern. Berlin hat unbestreitbar eine gesellschaftspolitische Vorreiterrolle inne.

# Ursache und Wirkung: Finanzielle Solidarität und kreative Faulheit

# Südländer verneinen Berliner Förderungswürdigkeit: Unverdiente Probleme für Klaus Wowereit




`Artmob´ von Tacheles-Künstlern und Sympathisanten im März `11
KUNST

Politische Farbenlehre

Filmproduzent Sven Wegner und Politaktivist Patrique Stach diskutierten über die Frage, ob politische Aktionskunst in den letzten Jahren zu `handzahm´ geworden ist. Dass sich mit der neuen schwarzgelben Bundesregierung die Bedingungen für Satire und künstlerische Kritik an gesellschaftlichen Misständen ebenfalls verändert hätten, wurde mehrheitlich verneint.

# Weltberühmter Veranstaltungsort unter Druck: Kunsthaus Tacheles soll Neubau weichen

# Zivilgesellschaftliches Engagement aus Berlin: Das Selbstverständnis von moderne21


Empfehlungen (externe Links)
Apropos: berlinpankowblogger
Vernetzte Zeitung: Berliner Gazette




Protest
Demonstration 'Save the Tacheles' (Juni 2010)
DEMONSTR.-VIDEO

Video
'Saß ein Blogger auf dem Sofa' (Satire)
WIR SIND WICHTIG




unverbindliche Empfehlung
Selbstausbeutung à la Berliner Osten




unverbindliche Empfehlung
CARO KUNDE - FREI (der Tunnelsong)
MAUERN & FREIHEIT

Video
Video 'Ein Redakteur, wie er sein sollte'
REDAKTEUR




Zitate

"Berlin ist eine ebenso spannende Stadt wie Peking." (Andreas Lorenz, DER SPIEGEL, im RBB-Interview)




63. INTERNATIONALE FILMFESTSPIELE BERLIN

Bündnis kritisiert Erfolgsdruck bei Berlinale

Reporter bei BiennaleMit einer Reihe von Veranstaltungen, wie dem Wettbewerb, dem Panorama, dem Forum, der Perspektive Deutsches Kino, den Shorts, dem Special, der Retrospektive, den Classics, der Hommage und anderen, findet die diesjährige Berlinale rund um den Potsdamer Platz in der Hauptstadt statt.

Die Berlinale ist ganz klar als ein bedeutender von vielerlei Faktoren zu sehen, die zum `Berliner Mehrwert´ beitragen, da mit Sicherheit davon auszugehen ist, dass die Berlinale-Beiträge den Anforderungen der Political Correctness, der Antidiskriminierung, der Geschlechtergerechtigkeit und dem Kampf gegen den alltäglichen Rassismus und Sexismus Rechnung tragen werden - allesamt Themen, die in der Berliner Stadtpolitik seit Jahren, nicht zuletzt durch den glaubwürdigen Einsatz von Bürgermeister und Kultursenator Klaus Wowereit (SPD), ganz oben auf der Agenda stehen. Festivaldirektor Dieter Kosslick ist bereits jetzt für sein langjähriges Engagement für eine moderne Kulturpolitik zu danken.
Kritisch ist aus der Perspektive des `Berliner Mehrwert´-Bündnisses lediglich anzumerken, dass ein größerer Anteil der Filmbeiträge zur Berlinale nach wie vor `im Wettbewerb´ miteinander steht. Das sehr marktorientierte Konzept des `Wettbewerbs´ ist aus Sicht des Bündnisses im Kontext eines engagierten Kampfes gegen die Auswirkungen des kalten Neoliberalismus und zerstörerischen Raubtierkapitalismusses eigentlich abzulehnen. Es wäre begrüßenswert, wenn sich die Organisatorinnen und Organisatoren künftiger Filmfestspiele in der Hauptstadt darauf einlassen könnten, die Beiträge `außer Konkurrenz´ ohne Erfolgszwang nebeneinander zu präsentieren, so dass sich keine der Beteiligten ausgegrenzt fühlen müssen, wenn sie nicht zu den Siegern in den diversen Wettbewerbskategorien gehören.

Eine Berlinale ohne Erfolgsdruck für die beteiligten Regisseurinnen, Regisseure, Autorinnen, Autoren, Schauspielerinnen und Schauspieler wäre auf jeden Fall im Sinne des Bündnisses `Berliner Mehrwert´.


JUGEND

Mehr Geld für Sexyness – mehr Gerechtigkeit

Benjamin Krause (Projekt 'Wir-sind-wichtig')Im Zuge der Aktion 'Wir Berliner sind wichtig(er)' wurden Bewohner der Hauptstadt über ihre Meinung zum Verhältnis zwischen der einzigen deutschen Metropole und dem Rest der Republik befragt. Darunter befand sich auch ein junger Szenegänger, der sich mittels eines chilligen Spaziergangs durch die Stadt von einer schweisstreibenden Party in Mitte erholte:

„Es ist ja kein Geheimnis, dass man im Süden der Republik eher reich und weniger sexy ist. Und eben auch zu dezent: Der Berliner pöbelt los, wenn ihm das Geld nicht reicht. Damit ist er immer gut gefahren. Der verkriecht sich nicht verschämt in die Ecke, das entspricht einfach nicht seinem Naturell. Und Dank dieser Kodder- schnauze wissen alle bis nach Bayern runter, woran sie sind und können aushelfen.“, so der junge Mann, der im Abkühlung spendenden Schatten der Schweizer Botschaft in unmittelbarer Nähe des Reichstags Auskunft über seine Einschätzung zum innerdeutschen Finanzausgleich gab.
Zusätzlich bezog er noch Stellung zu der Art Kritik, wie sie von Seiten vermeintlich kreativer Köpfe gegenüber dem zunehmend hedonistischen Charakter der jüngeren Generationen in Berlin ertönt - Dank der im Großen und Ganzen politisch sehr korrekten Massenmedien zum Glück jedoch nur sehr vereinzelt: „Wenn fiese Stückeschreiber unsere Szenepartygänger runtermachen als 'Verhärmte Großstadt-Amazonen, tumbe Stiernacken mit Glatze, graue Mäuse und halbe Portionen' dann spricht daraus einerseits sicher Futterneid. Es zeigt aber andererseits auch, dass unser Senat immer noch nicht genug ausgibt für Aufklärungskampagnen über freie und öffentliche Sexualität. Dafür brauchen wir dringend mehr Geld.“ Dieser Einschätzung des bereits leicht alkoholisierten jungen Mannes und Szenehoppers können wir vom `Berliner Mehrwert´-Bündnis uns nur voll und ganz anschließen, denn 'in vino veritas' !


Dirk Eykenboom (Projekt 'Wir-sind-wichtig') GLEICHSTELLUNG

Sühne als Chance

Jungen Frauen gehört die Zukunft in Deutschland. Lange genug haben sie darauf warten müssen. Und jungen Männern ? Oder Männern überhaupt ? Für sie wird vielleicht auch ein bisschen was vom Kuchen abfallen, auch wenn sie es nicht wirklich verdienen, da sie sich immer noch nicht vollständig von tradierten Rollenbildern losgelöst haben.

Sie spüren instinktiv, dass sie in den gesellschaftspolitischen Projektionen der Entscheidungsträger_Innen lediglich eine untergeordnete Rolle spielen und überspielen dies zumeist hilflos mit überspitzt klischeehaften Verhalten à la 'großer Junge', 'Chaot', 'testosterongesteuert' usw. Damit bestätigen sie allerdings, dass es richtig ist, sie politisch und gesellschaftlich nicht mehr zu bevorzugen, wie dies seit Jahrhunderten der Fall war – mit den bekannten traurigen Ergebnissen für Frauen, Kinder, Greise und junge Hunde. Wenn man Angehörige der digitalen Bohéme, 'urbane Penner' oder Sozialpädagogen auf Zeitgenossen anspricht, die sich mit der für sie vorgesehenen Sühnerrolle nicht abfinden und die moderne sowie gerechte Bundesrepublik verlassen wollen, reagieren manche dieser Herren folgerichtig etwas trotzig: „Jedes Jahr verlassen zigtausend junge Fachkräfte Deutschland, weil sie hier keine 'Zukunft' für sich sehen. Die können sich gerne verziehen mit ihrem wertvollen Expertenwissen ! Wir Überlebenskünstler bleiben der Hauptstadt treu. Hier sind unsere Ausbildungen in Sozial- und Verwaltungswissenschaften gefragt und die stehen ethisch und moralisch sowieso viel höher als IT- oder Ingenieurs-Knowhow.“
Konsequenterweise wird auch die Bildungspolitik unter einem neuen gerechteren Vorzeichen gesehen: „In der Hauptstadt ist man zum Glück überhaupt nicht elitär drauf und das ist auch gut so. Es wird hier nicht gerne gesehen, wenn sich manche mit unsozialem Verhalten oder Talent Vorteile im Leben verschaffen wollen. Dass sich bei uns immer mehr Privatschulen breitmachen, bei denen es um Auslese und Leistung geht, dagegen legen wir uns mächtig ins Zeug. Das sollte stärker gefördert und honoriert werden.“ Honoriert ? Hoppla, das ist aber wieder sehr gewinnorientiert gedacht. Davon wollten wir uns doch alle lösen, oder ? Aber das wird schon noch.


LIFESTYLE

Die Frau auf der urbanen Straße gibt Auskunft

Ingrid Gokeler (Projekt 'Wir-sind-wichtig')Wenn man die Themen 'quasi-staatlicher Zwang zu hedonistischen Lebensstilen', 'Selbstausbeutung in der digitalen Bohème' und 'Vereinsamung durch Individualismus' behandelt, kommt man um eine Bestandsaufnahme über das Leben in der Hauptstadt Berlin nicht herum.

Glücklicherweise erweisen sich viele Einwohner der Metropole an der Spree als ausgesprochen auskunftsfreudig wann immer ihnen ein Mikrophon vor die Nase gehalten wird, selbst was eher intime Angelegenheiten wie etwa das Gefühlsleben anbelangt. So ließ sich auch eine junge Frau aus dem trendigen Szenestadtteil Prenzlauer Berg nicht lange bitten als sie um ihre Einschätzung über die zwischenmenschlichen Trends in ihrem Lebensumfeld gebeten wurde: „Die Stadt ist quasi ein riesiges Experimentierfeld für neue moderne Lebensstile, die von den Politikern vorgegeben werden und für die wir alle uns zur Verfügung stellen. Unter Opfern - soziale Experimente können auch misslingen. Wir sind schließlich keine Laborratten sondern Menschen aus Fleisch und Blut. Die Folgen tragen wir, denn Medikamente und Psychiater kosten Geld. Wenigstens das sollte man uns stellen.“
Diese Einschätzung der jungen Frau klingt ehrlich und authentisch. Darüber hinaus ließ sie keinen Zweifel daran aufkommen, dass die Menschen in Berlin sich zu Recht als Teil einer modernen Avantgarde begreifen können, was moderne urbane Lebensstile anbelangt, die ja von weniger qualifizierter und nicht selten konservativer Seite immer mal wieder auch kritisiert werden: „In vielen Dingen ist man an der Spree schon weiter. Mensch und Tier leben hier zum Beispiel viel enger und, ja, inniger zusammen als selbst auf dem Land. Wenn deutsche Hunde und Katzen die freie Wahl hätten, würden sie nach Berlin ziehen und ich finde, das sagt einiges über die Lebensqualität dieser Stadt aus: Sie ist längst auf den Hund gekommen und ich meine das im positiven Sinne.“


Berliner Strassenansicht des Bundes der Steuerzahler Deutschland e.V. SOLIDARITÄT

Steuerzahlerbund lässt
Berliner Polit-Aktivisten auflaufen

Eine vom `Berliner Mehrwert´-Bündnis angebotene Kooperation zur Förderung der Abgabebereitschaft der Nettozahler im Rahmen des Länderfinanzausgleichs wurde vom Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. ausgeschlagen. Das Problem leerer Kassen in Bundesländern mit fortschrittlicher Gesellschaftspolitik und vollen Kassen in Ländern, die nach wie vor dem Leistungsprinzip verfallen sind, bleibt jedoch bestehen.

Im Rahmen politischer Aktionskunst wurden vom zivilgesellschaftlichen Bündnis `Berliner Mehrwert´ im Frühjahr 2011 diverse Versuche unternommen, den Steuerzahlerbund in ein geplantes Vorhaben einzubinden mit dem Ziel, die Fragwürdigkeit der neu entstandenen Gerechtigkeitsdiskussion um den Länderfinanzausgleich herauszustellen. Es verwundert daher wenig, dass hierbei zumindest die politische Unterstützung seitens der Berliner Finanzverwaltung mit Senator Dr. Nußbaum an der Spitze nicht von vornherein ausgeschlossen wurde. Bei der geplanten Kunstaktion wäre es konkret um die künstlerische Visualisierung der von vielen fälschlicherweise als zu hoch empfundenen Steuerlast erwerbstätiger Bürgerinnen und Bürger am Beispiel des Länderfinanzausgleichs gegangen, wie er beispielsweise zwischen Bayern und Berlin stattfindet. In Person seines Vizepräsidenten Reiner Holznagel weigerte sich der Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. jedoch, hierfür mit dem unter anderem auch mit satirischen Mitteln arbeitenden `Berliner Mehrwert´-Bündnis zu kooperieren.

Dieses unsolidarisch anmutende Verhalten hätte vermutlich weniger Nachrichtenwert, würden neben dem Steuerzahlerbund noch andere glaubwürdige Institutionen in der Bundesrepublik existieren, die bei der Austarierung zwischen den berechtigten Interessen der Finanzverwaltung und den oft anmaßenden Forderungen von Wutbürgern und Marktwirtschafts-Fundamentalisten mitwirken könnten. Der Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. hat diesbezüglich jedoch seit Jahr(zehnt)en de facto eine Monopolstellung inne. Daher erscheint dessen offenbar aus vermeintlicher Bürgernähe resultierende Verweigerungshaltung gegenüber politischer Aktionskunst aus demokratietheoretischer Perspektive äußerst bedenklich.
Das Kooperationsangebot des `Berliner Mehrwert´-Bündnisses bleibt den Aussagen seiner Mitinitiatorin Ursula Reifenstein-Herbig zufolge bis auf weiteres bestehen.


DEMOKRATIE

Fortgesetzte Verweigerungshaltung

In luftiger Abgehobenheit scheint ein gewisser Bund kaum einen Hauch zu spüren Der Bund der Steuerzahler ist die einzige ernstzunehmende Institution, die eine wichtige Problematik thematisiert, der sich die Mitstreiter von `Berliner Mehrwert´ ebenfalls nachhaltig verschrieben haben. Daher wäre es tragisch, wenn in der Öffentlichkeit der sicherlich falsche Eindruck entstünde, der Steuerzahlerbund hätte sich nach vielen Jahren erfolgreicher und engagierter Arbeit für die Arbeitnehmer und Abgabenzahler mittlerweile von seinen ursprünglichen Zielen entfremdet, so dass er seine natürlichen Partner im Kampf gegen Steuerungerechtigkeiten nicht mehr erkennen könne.

Trotz wiederholter Bemühungen und Bitten der politischen Aktivisten vom `Berliner Mehrwert´-Bündnis kam es leider bisher zu keiner Kooperation mit der Französischen Straße 9-12 in der Hauptstadt. Man sollte dem Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. daher die Kraft wünschen, zu Gunsten des höheren Ziels von mehr Steuergerechtigkeit in der Bundesrepublik seine Bedenken hinsichtlich der Mitstreiter des `Berliner Mehrwert´-Bündnisses zu überwinden. Dies umso mehr, da der seit einiger Zeit sich in der öffentlichen Wahrnehmung manifestierende Eindruck mit Sicherheit falsch ist, nach dem Institutionen wie der Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. lediglich eine Alibifunktion haben, um den zunehmend selbstbewussten („Wut“-)Bürgern die Illusion zu erhalten, ihre Interessen würden, wenn schon nicht von der Politik, so doch wenigstens von unabhängigen Vereinen vertreten. Dieser falsche Eindruck würde die Vermutung nahe legen, dass gemeinnützige Vereine wie der Steuerzahlerbund tatsächlich vornehmlich die Interessen des Parteienstaats vertreten und bei der Exklusion seiner Kritiker mithelfen. Auch wenn dieser Eindruck glücklicherweise nicht zutrifft, so müssen doch demokratietheoretische Bedenken angemeldet werden, wenn wichtige Akteure des Verbändestaats nicht mehr in der Lage sind, auf gesellschaftliche Strömungen in Politik, Wirtschaft oder Kunst in angemessener Weise einzugehen.


Enttäuschte Polit-Aktivisten (in Berlin) SCHWEIGESPIRALE

Seltene Chance vertan

Der Eindruck, dass gemeinnützige Vereine wie der Bund der Steuerzahler Deutschland e.V. tatsächlich vornehmlich die Interessen des Parteienstaats vertreten und bei der Exklusion seiner Kritiker mithelfen, trifft glücklicherweise nicht zu. Auch wenn man sich natürlich fragen muss, ob der Bund der Steuerzahler Deutschland derart häufig die ausgestreckte Hand der Finanzverwaltung für ein öffentlichkeitswirksames Event gereicht bekommt, dass er es sich erlauben kann, diese guten Gewissens auszuschlagen ?

Die `Berliner Mehrwert´-Bewegung wollte mit kreativen Mitteln in den Räumen des Steuerzahlerbundes in der Französischen Straße herausstellen, wie die gesetzlichen Regelungen des Länderfinanzausgleichs beispielsweise bayerische Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer beeinflussen, die im Durchschnitt 16 Minuten täglich solidarisch für die Berliner `mitarbeiten´ und damit ihr eigenes Lebenszeitkonto belasten. Hierfür wurde bis heute trotz mehrfacher Bitten keine Genehmigung erteilt.
Mit dem Kooperationsangebot der `Berliner Mehrwert´-Aktivisten, das auch eine Verabredung mit der Berliner Finanzverwaltung umfasste, hatte Vizepräsident Holznagel leider eine viel versprechende Chance, das Agenda Setting zugunsten des Themas `Steuergerechtigkeit´ zu beeinflussen, ohne Not vertan. Hätte er einen kleinen Teil der Energie, die er aufwendete, um sich die Aktionskünstler von `Berliner Mehrwert´ vom Halse zu halten, darauf verwendet, ihnen für 10 Minuten sein Gehör zu schenken, hätten sie möglicherweise gemeinsam etwas zur öffentlichen Bewusstmachung gravierender Steuerungerechtigkeiten in diesem Land auf den Weg bringen können. Für die Aktivisten muss es tatsächlich so aussehen als würde Herr Holznagel ihren Diskussionsanstoß über die Auswirkungen fragwürdiger Steuerpolitik auf die Lebenszeitkonten einer wachsenden Zahl von Menschen in der Öffentlichkeit nicht thematisiert sehen wollen.


BERLIN-BÜNDNIS

Keine Unterstützung von Wowereit für Berlin-Aktivisten

Bürgermeister und BundesverdienstkreuzträgerDie Geberländer des Länderfinanzausgleichs wollen Nehmerländern wie Berlin die Zuweisungen kürzen oder gar streichen. Das Geld wird in der hoch verschuldeten Stadt jedoch dringend benötigt. Der zivilgesellschaftliche Widerstand gegen Bayern, Baden Württemberg und Hessen wird vom Bündnis `Berliner Mehrwert´ organisiert. Dessen Bitte um Unterstützung einer Politaktion wurde vom Regierenden Bürgermeister Wowereit sowie Finanzsenator Nußbaum allerdings nicht entsprochen.

Mit der für den 08.04. geplanten Aktion beim `Bund der Steuerzahler´ will das Bündnis die Fragwürdigkeit der neu entstandenen Gerechtigkeitsdiskussion um den Länderfinanzausgleich (LFA) unterstreichen. Immerhin wird seit langem bundesweit stillschweigend akzeptiert, dass Berlinerinnen und Berliner als Hauptprofiteure des LFA de facto `mehr wert´ sind als Bewohner anderer Bundesländer. Die inoffizielle Begründung hierfür ist die speziell von den Hauptstädtern geleistete wertvolle gesellschaftspolitische Pionierarbeit - in erster Linie die Bewältigung der Folgen besonders gewissenhaft umgesetzter staatlicher Gender-Mainstreaming-Vorgaben.
Die mit dem Abbau der naturgegebenen Spannung zwischen den Geschlechtern erfahrungsgemäß einhergehende deutliche Aufwertung der Erwerbsarbeit als Lebenszweck bringt neben sehr positiven ökonomischen Effekten auch zahlreiche individuelle Härten mit sich: So wird etwa durch den zwangsläufigen Verzicht auf traditionelles Familienleben die emotionale Stabilität vieler Menschen deutlich verringert. Trotz enormer Leistungen im therapeutischen und sozialarbeiterischen Bereich kann dies bei weitem nicht kompensiert werden.
Das `Berliner Mehrwert´- Bündnis verteidigt daher die hohen Zahlungen an die Hauptstädter als Ausgleich für im Namen des Fortschritts vorenthaltene Lebenschancen. Klaus Wowereit und Dr. Ulrich Nußbaum sollten sich aus o.g. Gründen noch couragierter für den LFA einsetzen.


BRIEF-AUSZUG

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Wowereit,

seit einiger Zeit äußern sich Vertreter der sogenannten `Geberländer´ des Länderfinanzausgleichs (LFA) in einer Weise, die uns als Berlinern nicht gleichgültig sein kann: Es ist die Rede von als zu hoch empfundenen finanziellen Zuwendungen an die `Nehmerländer´ - allen voran an unsere Stadt. Diese Zahlungen erfolgen dem Vernehmen nach nicht aus Überzeugung und Solidarität, sondern lediglich aus Gehorsam vor dem Gesetz und sollen offenbar reduziert werden. Daher möchten wir vom `Berliner Mehrwert´-Bündnis Sie als Bürgermeister ermutigen, sich in dem abzeichnenden Konflikt mit gesundem Selbstbewusstsein offensiv für die Hauptstadt einzusetzen, die in vielerlei Hinsicht eine bundesweite Vorreiterrolle einnimmt.
Treten Sie den Bestrebungen Bayerns, Baden-Württembergs und Hessens, Nehmerländern wie Berlin verstärkte Sparanforderungen abzuverlangen oder gar den Geldzufluss zu drosseln, bitte entschieden entgegen. Eine neue Gerechtigkeitsdiskussion um die durch den LFA bedingte finanzielle Besserstellung der Hauptstädter auf Kosten der Steuerzahler anderer Bundesländer muss vermieden werden, denn der vorwiegend süddeutsche Unmut über die Privilegierung der Berliner ist ungerechtfertigt. Die Hauptstadt hat die denkbar besten Argumente auf ihrer Seite - sie sollten nicht länger aus falscher Rücksicht vor bürgerlichen und neoliberalen Kräften aus dem wirtschaftlich boomenden Süden der Republik verschwiegen werden. [Exkurs zu den `Gender-Mainstreaming-Leistungen Berlins]

Das `Berliner Mehrwert´- Bündnis verteidigt daher die hohen Zahlungen an die Hauptstädter als Ausgleich für im Namen des Fortschritts vorenthaltene Lebenschancen. Wir bitten Sie als Bürgermeister, noch selbstbewusster und couragierter als bisher öffentlich für die finanzielle Besserstellung der Spreemetropole im Rahmen des LFA einzutreten und uns Ihre Solidarität zu demonstrieren durch Ihre Anwesenheit bei einer von uns organisierten satirischen Politaktion [...] beim Bund der Steuerzahler [...].


Berlin-Mitte, Oranienburgerstrasse SCHALL UND RAUCH

Mysteriöses politisches Berlin

Die Politik des Stadtstaats Berlin ist nicht eben als besonders originell oder gar aufregend bekannt. Daher existieren auch kaum interessante Informationen über ihre prominenten Vertreterinnen und Vertreter.

Im politischen Berlin wird der regierende Bürgermeister angeblich seit ungefähr einem Jahrzehnt von der SPD (Sozialdemokratische Partei Deutschlands) gestellt und heißt demnach mit bürgerlichem Namen Klaus Wowereit ("Ich bin schwul - und das ist auch gut so !"). Dass er den weltberühmten Berliner Eisbären Knut kurz vor dessen Hinscheiden adoptieren wollte, gilt als unbewiesenes Gerücht, über das bisher noch nicht einmal die in der Spreemetropole erscheinende Bild-Zeitung berichtet hat. Zweiter Bürgermeister der ehemaligen Hauptstadt der DDR (Deutsche Demokratische Republik) plus der ehemaligen West-Sektoren (inklusive Neukölln) sowie Senator für Wirtschaft ist Medienberichten zufolge Harald Wolf. Seine Partei trägt demnach den irritierenden Namen `die Linke´. Ihr gehört auch Petra Pau an, die sich couragiert gegen den Atomtod und rechtsextreme Nazis einsetzt.
Als Oppositionsführer fungiert allem Anschein nach der begabte Sänger Frank Henkel von der CDU (Christlich Demokratische Union). Anlässlich der Aufklärung der Rolle der Berliner CDU in der Bankenaffäre der vollkommen überschuldeten Stadt soll er es allerdings mit dem `Singen´ bisher nicht übertrieben haben. Über das politische Verhältnis Henkels zu Klaus-Rüdiger Landowsky ist wenig bekannt. Daher werden an dieser Stelle keine unbewiesenen Vermutungen angestellt. Ebenfalls Ambitionen auf die männliche Hauptrolle in dem Hauptstadt-Stück soll Renate Künast haben, der Verbindungen mit der Partei Bündnis`90/die Grünen nachgesagt werden und die für den Job sogar den Problemkiez Charlottenburg den Rücken kehren und sich im Roten Rathaus in Berlin-Mitte in unmittelbarer Nähe des Alexanderplatzes niederlassen würde. Vermutlich sind Künasts Pläne mit dem Partei-Dinosaurier Hans-Christian Ströbele sowie dem inoffiziellen Parteiorgan `taz´ aus Kreuzberg abgesprochen, so dass tätliche Auseinandersetzungen, Pöbeleien und Zickenkriege hier eher unwahrscheinlich erscheinen. Über die FDP (Freie Demokratische Partei) Berlins schließlich und ihren vermutlich sogar real existierenden Vorsitzenden Christoph Meyer fehlen uns an dieser Stelle sämtliche Informationen über Ideen und Visionen. Wir liefern sie gegebenenfalls gerne nach.


erschöpfter Frosch UMWELTSCHUTZ

Die grüne Republik

Zu einer Umfrage, nach der sich die Deutschen als Konsequenz aus der japanischen Atomkatastrophe in Fukushima radikal von der Atomkraft abwenden und eine Mehrheit der Bevölkerung nun den ganz schnellen Ausstieg will, weil 70 Prozent einen Atomunfall wie in Japan auch hierzulande für möglich halten, gibt Ursula Reifenstein-Herbig von der Initiative `Wir-sind-wichtig´ zu bedenken, dass es sich letztendlich um eine Frage der Mentalität handele, ob eine Gesellschaft besonnen oder überstürzt auf derartige Nachrichten reagiere: "Man könnte sich natürlich auch ein wenig zurücknehmen mit den Energiefressern hierzulande (Beleuchtungswahn, Standby-Irrsinn, Mobilitätssucht). Das ginge aber wohl nur, wenn sich in Deutschland nicht jeder für ungemein wichtig und für den Nabel der Welt halten würde. Die Lösung á la `etwas mehr Bescheidenheit bzw. Demut´ fällt in diesem Land daher vermutlich flach." Es bleibt festzuhalten, dass über die Einsparpotentiale von Strom in Deutschland aus falscher Rücksicht auf Empfindlichkeiten in der Bevölkerung zu wenig diskutiert wird - weder ernsthaft, noch mit Unterstützung von der Satire-Front. Die durchschaubaren kurzfristigen und opportunistischen taktischen Manöver der Kanzlerin in Sachen Atomaustieg werden darüber hinaus mittelfristig zu weiterer Politikverdrossenheit führen und das Nichtwählerphänomen zusätzlich verstärken.
Die Frankfuter Alt-Linke Jutta Ditfurth beschimpft laut eines Hamburger Nachrichtenmagazins neuerdings ihre ehemalige Protest-Partei `Bündnis ´90/die Grünen´ als `neokonservative Weichspül-Ökos´. Die Zerstörung der Institution `Familie´, die Ideologisierung der Kinder und die Expansion staatlicher Institutionen haben sie nach Ansicht der Initiative `Wir-sind-wichtig´ allerdings ganz gut hinbekommen. Die Folgen des propagierten Individualismus der GrünInnen spüren wir alle jeden Tag und freuen uns selbstverständlich darüber. Nicht viel besser steht die Christlich Demokratische Union Deutschlands (CDU) da: Ob ihrer Wahldebakel in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Baden Württemberg sollte sie sich jedoch nach Aussage von Politaktivist Ludwig Kamberlein nicht grämen: Die Wahlniederlagen folgten doch nur logischer Konsequenz: Da die CDU neuerdings ebenfalls auf sozialistische Quotenpolitik à la Von der Leyen und Schröder stehe, müsse sie sich in den genannten Bundesländern doch über grüne oder SPD-Ministerpräsidenten freuen. Denen fielen mit Sicherheit sogar noch ein paar neue Quoten ein - die seien ja neuerdings schwer im Kommen.


SINGLES

Das ewige Thema

Sehr viel Zeit verbringen alleinstehende Berlinerinnen und Berliner mit der Partnersuche, die ihre Lebensführung häufig mindestens so stark wie die Karriere prägt. Dass sich beides gegenseitig bedingt ist nur wenigen bewusst.

Partnerlosigkeit gilt, obwohl weit verbreitet, nach wie vor als Schreckgespenst und als Makel, den man so gut es geht verheimlicht. Die Zweierbeziehung erscheint als einziger Ausweg aus selbstgewählter oder durch den Berufsalltag aufgedrängte Isolation und Einsamkeit. Spätmoderne Beziehungswelten erweisen sich allerdings häufig als hochkompliziert im Paaralltag und oft auch als unvereinbar mit der von Medien, Politik und Wirtschaft beworbenen Selbstverwirklichung. Die komplexer gewordenen Geschlechterverhältnisse entschärfen die Problematik ebenfalls kaum, da helfen auch keine sozialen Netzwerke wie facebook oder verzweifelt anmutende Notlösungen wie Fern-Beziehungen über´s Internet.
Alle diese schwierigen Rahmenbedingungen der `Generation Kinderlos´, wie sie von Psychologen, Soziologen und Sozialwissenschaftlern nicht umsonst genannt wird, haben natürlich schwer wiegende Auswirkungen auf die nach wie vor von vielen Menschen angestrebte Elternschaft und die ungelöste aber dafür umso brennendere und bis weit ins vierte Lebensjahrzehnt mitgeschleppte Kinderfrage. Die Singleforschung ist populär wie nie - Autoren wie Richard David Precht, Bascha Mika und Cora Stephan profitieren davon ebenso wie Matthias Horx, Eva Hermann und Frank Schirrmacher. Norbert Bolz nicht zu vergessen. Dennoch erscheint ein Leben ohne Kinder vielen jungen Leuten als deprimierende Zukunftsaussicht, der Kinderwunsch erscheint vielen Frauen und Männern trotz aller lobenswerten Bemühungen beispielsweise der EU-Kommission als etwas ganz Natürliches, wie Geburt und Tod. Kinderlosigkeit, ob freiwillig oder unfreiwillig, ist für diese Menschen daher ein hartes Los. Kinderkriegen und harmonischer Familienalltag werden in Umfragen nach wie vor von einer Mehrheit als äußerst erstrebenswert genannt.


BELEG

Die `kreative Mitte´ als Berliner Mehrwert

Seit einiger Zeit setzt sich in der Kulturszene immer mehr der neue Begriff der `kreativen Mitte´ für politisch korrekte Kunst aus dem Herzen der Gesellschaft durch. Medien, Politik und auch Wirtschaft unterstützen diesen aufgeklärten Ansatz, niemanden auszugrenzen, sondern alle Menschen unabhängig ihrer Herkunft und politischen Einstellung abzuholen und mitzunehmen - Z.B. ins Berliner `Kunsthaus Tacheles´ einem der Ursprungsorte der `Kreativen Mitte´.

Die `kreative Mitte´ steht linker als rechts und rechter als links: Gute Menschen und Unmenschen machen um sie gleichermaßen instinktiv einen Bogen. Das ist auf jeden Fall ein positives Zeichen. Über die Verortung der `kreativen Mitte´ innerhalb der politischen Geometrie machen sich darüber hinaus viele kluge Köpfe Gedanken. Fest steht jedenfalls: Ob Egalitarismus, Individualismus oder Humanitarismus; Soziokratie, Demokratie oder Plutokratie - hierüber sollte man schwindelfrei grübeln und mit beiden Füßen fest auf der Erde stehen.
Die `kreative Mitte´ ist nicht an eine einzelne Stadt oder gar einen speziellen Bezirk gebunden, aber dennoch macht man sich in Berlin-Mitte, wo auch das `Kunsthaus Tacheles´ (hoffentlich noch lange) steht, besonders viele Gedanken über die Beschreibung als `kreativ´ und ob dies nicht zu elitär klingt. Fest steht jedenfalls, dass ohnehin zweifelnde Menschen nicht noch zusätzlich verunsichert werden sollen. Die Bemühungen der Entscheidungsträger aus Wirtschaft, Medien und Politik um die sichere Zukunft der orientierungslosen Gesellschaft werden daher nicht in Frage gestellt.

Kaum zu glauben - aber das `Kunsthaus Tacheles´, einer der Ursprungsorte der `Kreativen Mitte´, ist gegenwärtig von Zwangsräumung durch die von Steuerzahlerinnen und Steuerzahlern mitfinanzierte SOS Mordbank bedroht. Wir empfehlen den Verantwortlichen unser neues Video, um ihre Standpunkte noch einmal kritisch zu überdenken und im Geiste der `kreativen Mitte´ zu hinterfragen.

Am 21.07.2011 findet ab 20 Uhr im Berliner `Kunsthaus Tacheles´ (gold. Saal) eine Podiumsdiskussion zum Thema statt.


VORURTEILE

Moderne Frauen sind keine Tussis

Moderne Frauen müssen vielfach gegen bösartige Klischees ankämpfen, die von besitzstandswahrenden Männern oder `glücklichen´ Familienmüttern in die Welt gesetzt wurden, um ihnen ihr selbstbestimmtes Leben zu erschweren. Fortschrittliche Frauen sind mitnichten halbe Kerle. Verhärmt oder frustriert werden sie lediglich dann, wenn ihnen der zustehende Respekt und die fällige Anerkennung vorenthalten werden.

In der Bundesrepublik wird die Politik dank Quotenregelungen zum Glück immer femininer. Die harte Konfrontation zwischen verschiedenen Meinungen tritt damit immer mehr in den Hintergrund, denn die harmonische Konsensfindung gewinnt zunehmend an Bedeutung. Auch der Political Correctness wird zunehmend endlich der Rang eingeräumt, der ihr zusteht.
In Karriere und Beruf erfolgreiche Frauen werden privat häufig von fortschrittsverweigernden Männern ignoriert oder mit dem Argument zurückgewiesen, dass `man(n) sich lieber an das Original halte´, seine Freizeit daher bevorzugt mit Kumpels verbringe und seine erotischen Bedürfnisse auf käuflichen Sex verlagere. Diese perfide Diskriminierung ist nicht akzeptabel.

Moderne Frauen sind die besseren, die `neuen´ Männer und daher auch die neuen Soldaten. Gesellschaftlich ist es zu begrüßen, wenn definierte Feinde künftig von Männern und Frauen gleichermaßen staatlich legitimierte körperliche Gewalt zugefügt bekommen. Dieser Fortschritt sollte daher nicht als neues Gleichgewicht des Schreckens diffamiert werden dürfen.
Die Multikulti-Gesellschaft bescherte der Bundesrepublik eine Reihe hervorragender Sängerinnen, die ihren männlichen Macho-Kollegen in nichts nachstehen: Es begann vor 16 Jahren mit den frechen Tic Tac Toe, ging weiter mit Sabrina Setlur, deren Vorliebe für Fäkalausdrücke ihrer Weiblichkeit keinen Abbruch tat, und fand seinen Höhepunkt bei der derben Pornorapperin Lady Bitch Ray.


VORURTEILE

Moderne Männer sind keine Opfer

Immer wieder sehen sich moderne Männer Schmähungen und Spott von Seiten vermeintlich `richtiger´ Männer sowie hoffnungslos altmodischer Frauen ausgesetzt. Solchen Anfeindungen muss entschieden entgegen getreten werden. Die neuen Generationen fortschrittlicher Männer bilden im Einklang mit modernen Frauen schließlich die Basis für eine gerechte und gute Gesellschaft.

Moderne Männer sind emanzipiert und akzeptieren Frauen als ebenbürtige Partnerinnen, sowohl im Privatleben als auch im beruflichen sowie im kulturellen Bereich. Sie haben den immer wieder von Misanthropen und Maskulisten heraufbeschworenen Penisneid gegenüber von Politik und Gesellschaft zu Recht geförderten Karrierefrauen im Griff.
Wenn moderne Männer keine `richtigen´ Männer mehr sein dürfen, dann bleiben sie häufig `große Jungs´. Von den gegenderten, dauercomputerspielenden und twitternden `männlichen´ Bewohnern der immer erfolgreicher werdenden bundesweiten Hotelkette `Mama´ geht zum Glück keine Gefahr mehr für moderne und gerechte Gesellschaften aus.

Moderne Männer akzeptieren, dass es im Zuge der Gegenbewegung zur jahrhundertelangen Männergewalt von weiblicher Seite teilweise zu verständlichen Überreaktionen mit `Nachholcharakter´ kommt. Häusliche Gewalt gegen Männer, von Boulevardmedien zu einem Tabu-Thema verklärt, stellt aber dennoch die absolute Ausnahme im täglichen Leben dar.
Vorurteile sind nicht die Sache moderner Männer. Sie setzen sich vielmehr gegen Diskriminierung ein und beziehen mutig Stellung gegen den Hass. Rücksicht im täglichen Miteinander ist für sie hingegen kein Thema, assoziieren sie diese doch zu Recht mit vormodernen patriarchalen Gesellschaften und entlarven damit den autoritären Charakter dieser Eigenschaft.


VORBILDER

Berliner Bündnis als Vorbild für Nordrhein Westfalen

NRW-Verfassungsexpertin und Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD)Seit zwei Jahren leistet das zivilgesellschaftliche Bündnis `Berliner Mehrwert´ dezent aber wirkungsvoll Lobbyarbeit für die Bundeshauptstadt. Mit dem gesunden Selbstbewusstsein der Einwohner eines Stadtstaates, in dem seit langem gesellschaftspolitische Pionierarbeit geleistet wird, rechtfertigen die Aktivisten die Alimentierung und Besserstellung der Spreemetropole gegenüber anderen Bundesländern. Nun scheint Nordrhein Westfalens politische Elite einen ähnlichen Weg einschlagen zu wollen.

Sowohl NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft als auch Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit haben erkannt, dass ohne weitere Schuldenaufnahme durch den Staat dessen Betreuungsfunktion für die Menschen weder aufrechterhalten noch weiter ausgebaut werden kann. Somit stellen sich beide offensiv gegen Stimmen, nach denen über Jahrzehnte unausgeglichene öffentliche Haushalte eine nahezu untragbare Hypothek für kommende Generationen darstellen. Welche kommenden Generationen ? Von was für einem kruden Bio-Patriotismus ist von seiten dieser selbsternannten Mahner eigentlich die Rede ? Auch der wiederholt vorgetragene penetrante Vorwurf des verfassungswidrigen NRW-Nachtragshaushalts für 2010 entlarvt nur die von Kleingeist geprägten Motive der Kraft- und letztlich auch der Wowereit-Gegner. In dem nur vorübergehend gestoppten Budget ist vielmehr eine mutige Bekenntnis zu einem fürsorgenden Staatswesen zu sehen. Düsseldorf schließt damit zu den gesellschaftspolitischen Pionieren Berlins auf. Das kann allen linken Kräften im Land, zu dem sich auch das `Berliner Mehrwert´-Bündnis zählt, nur recht sein.

Wenn nun in absehbarer Zeit auch Nordrhein Westfalen sich dank des modernen und weiblichen Führungsduos Kraft/Löhrmann mit aller Konsequenz einer gerechten und gleichgestellten politischen Ideologie verschreibt, kann Berlin nur von dieser neuen Allianz der zwei ungleichen Bundesländer profitieren. Die Gefahr von Futterneid der Spree- gegenüber den Rhein-Anwohnern ist zum Glück nicht gegeben.