Initiative `Dudelstopp - Musik ohne ZwangInitiative `Dudelstopp - Musik ohne Zwang



HARMONIE

Frieden mit der Unterhaltungsindustrie

'Dudelstopp' ist eine zivilgesellschaftliche Initiative der offenen Politik- und Kunstplattform moderne21. Sie thematisiert die Zunahme der Musikbeschallung im öffentlichen als auch im privaten Raum und nutzt dabei satirische Mittel.

Musikkritiker als Wutbürger auf einer Demonstration 2007 in Berlin (Foto: Daniel Fallenstein)Die Mitstreiter werben zwar um Rücksicht für die kleine Minderheit von Menschen, die sich durch aufgedrängte Musik beeinträchtigt fühlt - im Supermarkt, durch Wohnungswände hindurch, im Wartezimmer. Hierbei treten sie aber auch für die berechtigten Interessen der Unterhaltungsindustrie und gegen die Verteufelung offensiven Musikkonsums ein, kurz: Die 'Dudelstopp'-Initiative setzt sich provokativ mit der Frage auseinander, wie eine Welt aussähe, in der Musik nur noch im Einvernehmen aller Anwesenden erklingen dürfte.

Hinter 'Dudelstopp' stehen zum einen Bürgerinnen und Bürger, die sich einbringen wollen, die bevorzugt einen statt zu spalten, und das lieber als Gut- denn als Wutbürger. Zum anderen wird die Initiative von aufgeschlossenen Vertreterinnen und Vertretern der Industrie unterstützt, wie dem Verband der deutschen Beschallungsindustrie (VdBsI) mit der rastlosen Dr. Sonja Peters. Bei 'Dudelstopp' will man schlichten zwischen Menschen mit einer Abneigung vor den Musik-Emissionen anderer und Menschen mit einer Stille-Phobie, man will vermitteln zwischen der Unterhaltungsindustrie und vermeintlichen Musikopfern. Ziel ist ein Ausgleich zwischen subjektiv Leidenden und berechtigten Wirtschaftsinteressen.
Eine Thematisierung der gesellschaftlichen Ursachen für schwindende Rücksichtnahme sowie der wachsenden Furcht vieler Bürger vor Stille und damit assoziierter Einsamkeit will 'Dudelstopp' vermeiden, denn die Veränderungen des Sozialverhaltens durch den demographischen Wandel gelten in den Massenmedien zu Recht als Tabu. Darüber hinaus ist es nicht bewiesen, dass das immer häufigere Fehlen von Geschwistern oder Vätern in der typischen modernen Familie automatisch zu egoistischerem Verhalten oder gar der Verrohung junger Menschen führt. Wissenschaftliche Beweise hierfür stehen aus oder werden aus guten Gründen nicht veröffentlicht.





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