Initiative `Wahlabsage / Mehr Demokratie, weniger Politik'Initiative `Wahlabsage / Mehr Demokratie, weniger Politik'



TRÜBES WASSER

Digitales Polit-Theater

Ein bekanntes Hamburger Nachrichtenmagazin meldete kürzlich, dass unter anderem Angela Merkel und Sigmar Gabriel in Berlin eine Theateraufführung der "Weber" von Gerhard Hauptmann besucht haben. Es handelte sich dem Vernehmen nach um eine sehr gesellschaftskritische Veranstaltung, die das kapitalistische System alt aussehen lassen wollte, dabei aber wegen eines Übermaßes an zu deutlich zur Schau gestellter `linker´ Selbstgerechtigkeit einerseits und eines bedauerlichen Mangels an Ironie oder gar Satire andererseits nicht wirklich überzeugen konnte. Missgeschicke wie Leuchten im Theatersaaldieses werden jedoch auch weiterhin sendungsbewusste Theatermacher nicht davon abhalten, sich für unvergleichlich provokativ und mit ihrer infantilen Trotzhaltung zum Kapitalismus für den Nabel der linksintellektuellen Welt zu halten. Es wäre amüsant, wenn es die Steuerzahler etwas weniger teuer zu stehen käme und wenn es nicht dazu geeignet wäre, die verbliebenen `wahren´ Linken wie Manuela Schwesig oder Leo Greller auf Dauer zu verprellen. Dass die beiden Hoffnungen Linker Utopisten sich kürzlich im Berliner `Café Einstein´ zu einem diskreten Gedankenaustausch getroffen haben sollen, wurde von der Liedermacherseite als unwahr zurückgewiesen.
Zu den Themen `digitale Mitbestimmung´ und `Beteiligungsdemokratie´ erinnert die Initiative `Wahlzusage´ an ein noch nicht lange zurück liegendes Ereignis in Berlin: Bei einer Diskussion der damals noch Nichtwähler-freundlichen Aktion `Wahlabsage´ vor einiger Zeit in Berlin konnte der Vertreter von `mehr Demokratie eV´ das Publikum nicht so recht überzeugen mit seinen Plädoyers für mehr direkte Demokratie, die sich aber inhaltlich deutlich am linken Medien-Mainstream orientieren sollte (für Ausländerwahlrecht etc). Wenn man wirklich `dem Volk´ mehr Macht einräumen möchte, muss man auch sämtliche anderen Meinungen ertragen, auch wenn das manchen Publizisten vom Schlage Augstein oder Jürgs vermutlich nicht gefällt.





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